„SPD ver­sagt bei in­ne­rer Si­cher­heit“

CSU-Kri­tik: Re­den statt ab­schie­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Von Bea­te Ten­fel­de

Die CSU sieht „kläg­li­ches Ver­sa­gen“der SPD im Be­reich der in­ne­ren Si­cher­heit. Der Ent­wurf für ein Bun­des­tags­wahl­pro­gramm zei­ge, wie bei den So­zi­al­de­mo­kra­ten An­spruch und Wirk­lich­keit aus­ein­an­der­klaff­ten, sag­te CSU-Lan­des­grup­pen­che­fin Ger­da Has­sel­feldt im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on.

Leid­tra­gen­de sei­en die Bür­ger. „Lei­der ty­pisch“für die SPD sei, dass sie in den Leit­li­ni­en die Vi­deo­über­wa­chung an­prei­se, in ei­ge­nen Zu­stän­dig­keits­be­rei­chen, wie im Land Ber­lin, da­bei aber kläg­lich schei­te­re. „So kann wirk­sa­me Auf­klä­rung und Ab­schre­ckung nicht funk­tio­nie­ren“, er­klär­te Has­sel­feldt.

Die SPD wol­le ihr si­cher­heits­po­li­ti­sches Pro­fil bei Ab­schie­bun­gen von ver­ur­teil­ten Straf­tä­tern nach Ab­sit­zen ih­rer Haft­stra­fe schär­fen. „Ab­schie­bun­gen soll­ten aber nicht nur dann voll­zo­gen wer­den, wenn das Kind be­reits in den Brun­nen ge­fal­len ist“, er­klär­te die Vor­sit­zen­de der 56 CSU-Ab­ge­ord­ne­ten im Bun­des­tag.

Ins­ge­samt müss­ten Aus­rei­se­pflich­ti­ge kon­se­quent ab­ge­scho­ben wer­den. Die SPD set­ze da­ge­gen eher auf Ge­sprä­che statt auf rechts­staat­li­chen Voll­zug gel­ten­den Rechts. „Mit die­ser Po­li­tik setzt sie das Ver­trau­en der Bür­ger in den Rechts­staat aufs Spiel“, un­ter­strich Has­sel­feldt.

Der 67-sei­ti­ge Ent­wurf wur­de von der SPD-Füh­rung an die Mit­glie­der ver­schickt – un­mit­tel­bar nach der SPDWahl­nie­der­la­ge in Nord­rhein-West­fa­len. Er soll am 26. Ju­ni auf ei­nem Par­tei­tag in Dort­mund be­ra­ten und ver­ab­schie­det wer­den. Un­zu­frie­den­heit mit der in­ne­ren Si­cher­heit hat­te bei der Ab­wahl der SPD-ge­führ­ten Lan­des­re­gie­rung in Düs­sel­dorf ei­ne gro­ße Rol­le ge­spielt.

Nun heißt es in dem Pro­gramm­ent­wurf für die Bun­des­tags­wahl, die Be­hör­den müss­ten sich kon­se­quent der All­tags­kri­mi­na­li­tät an­neh­men – „durch mehr Prä­ven­ti­on und ef­fek­ti­ve Straf­ver­fol­gung“. Für den Fall ei­nes Wahl­siegs stel­len die So­zi­al­de­mo­kra­ten im Bund „15 000 neue Stel­len bei der Po­li­zei in Bund und Län­dern“in Aus­sicht. Sie sol­len ge­gen „Kör­per­ver­let­zun­gen, Van­da­lis­mus, Dieb­stäh­le und vor al­lem Woh­nungs­ein­brü­che“vor­ge­hen.

Auch die Be­ra­tungs­an­ge­bo­te der Po­li­zei für Bür­ger zum Schutz vor Kri­mi­na­li­tät wol­len die So­zi­al­de­mo­kra­ten er­heb­lich er­wei­tern. Zu­dem setzt der An­trag auf ei­ne Aus­wei­tung der Vi­deo­über­wa­chung, die in der Par­tei um­strit­ten ist: „Wo Vi­deo­tech­nik hilft, Ge­fah­ren vor­zu­beu­gen und Be­wei­se zu si­chern, soll sie ein­ge­setzt wer­den.“Grund­sätz­lich soll­ten Aus­län­der, die in Deutsch­land schwe­re Straf­ta­ten be­ge­hen, „nach Ver­bü­ßung ih­rer Stra­fen un­ver­züg­lich ab­ge­scho­ben wer­den“.

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