Wil­ders for­dert Platz am Haa­ger Ver­hand­lungs­tisch

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Zwei Mo­na­te nach der Par­la­ments­wahl in den Nie­der­lan­den ha­ben Li­be­ra­le und Christ­de­mo­kra­ten die Su­che nach ei­nem Re­gie­rungs­part­ner ge­star­tet. Die Ver­hand­lun­gen mit der grü­nen Par­tei sei­en end­gül­tig ge­schei­tert, sag­te Mi­nis­ter­prä­si­dent Mark Rut­te im Par­la­ment. Die Zu­sam­men­ar­beit sei an „prin­zi­pi­el­len Punk­ten“bei der Mi­gra­ti­ons­po­li­tik ge­schei­tert. Der Rechts­li­be­ra­le ließ of­fen, wel­che Par­tei nun am Ver­hand­lungs­tisch den Platz der Grü­nen ein­neh­men wer­de.

Der­weil for­der­te Rechts­po­pu­list Geert Wil­ders ei­nen Platz in der Re­gie­rung. Sei­ne Par­tei für die Frei­heit (PVV) sei die zweit­stärks­te Kraft des Lan­des und dür­fe bei der Re­gie­rungs­bil­dung nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, sag­te Wil­ders bei der De­bat­te über die Re­gie­rungs­bil­dung. Das sei un­de­mo­kra­tisch. „Nehmt uns ernst und igno­riert die 1,5 Mil­lio­nen PVVWäh­ler nicht!“Wil­ders be­ton­te, dass nur mit sei­ner Par­tei ei­ne stren­ge Mi­gra­ti­ons­po­li­tik mög­lich sei. Doch Rut­te lehn­te eben­so wie die meis­ten Par­tei­en ei­ne Zu­sam­men­ar­beit ab.

Die rechts­li­be­ra­le VVD, die links­li­be­ra­le D 66 und die Christ­de­mo­kra­ten CDA bil­den wahr­schein­lich den Kern ei­ner neu­en Ko­ali­ti­on, den so­ge­nann­ten „Mo­tor­block“. Doch nur mit ei­nem vier­ten Part­ner ha­ben sie ei­ne Mehr­heit in bei­den Kam­mern des Par­la­ments.

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