Men­schen, Märk­te, Ma­ni­pu­la­tio­nen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft - U.west­do­erp@noz.de

Volks­wa­gen wür­de nach den Tie­fen des Die­selskan­dals ger­ne end­lich durch­star­ten. Al­lein: Der Skan­dal ist so groß und die Ma­te­rie ist so kom­plex, dass wohl noch Jah­re ver­ge­hen wer­den, bis die Vor­gän­ge ei­ni­ger­ma­ßen be­frie­di­gend auf­ge­ar­bei­tet sind. Neu­es In­diz da­für sind die Er­mitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft Stutt­gart ge­gen VW-Kon­zern­chef Mül­ler.

Wer hat wann was ge- Von Uwe West­dörp

wusst? Das war seit Be­ginn des Die­selskan­dals ein zen­tra­les The­ma. Jetzt kommt die Fra­ge hin­zu: Ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen beim VWHaupt­ak­tio­när Por­sche SE ihr Wis­sen an­ge­mes­sen mit den Ak­tio­nä­ren ge­teilt? Das ist von höchs­tem In­ter­es­se, denn der Ak­ti­en­kurs von VW brach zeit­wei­se auf fast die Hälf­te ein.

Bes­ser wä­re es na­tür­lich, die Füh­rungs­kräf­te könn­ten sich auf den Um­bau des Kon­zerns kon­zen­trie­ren, auf neue Mo­del­le, Ef­fi­zi­enz­stei­ge­run­gen und Elek­tro­mo­bi­li­tät. Doch da­von sind sie weit ent­fernt. Denn nicht nur in Stutt­gart lau­fen Er­mitt­lun­gen we­gen mög­li­cher Markt­ma­ni­pu­la­tio­nen: Auch in Braun­schweig er­mit­telt die Staats­an­walt­schaft ge­gen frü­he­re und heu­ti­ge Ma­na­ger. Das ver­heißt vor­erst nichts Gu­tes für Volks­wa­gen.

Der Um­bau des Kon­zerns darf den­noch nicht sto­cken. Au­to­no­mes Fah­ren und EAu­tos stel­len VW vor neue Her­aus­for­de­run­gen. Schnel­lig­keit und Qua­li­tät sind ge­fragt – und na­tür­lich Pro­duk­te, die oh­ne Schum­mel­soft­ware aus­kom­men.

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