Miss­lun­ge­ne Wort­wahl

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Leserbriefe -

Zum Ar­ti­kel „Dahl­ke-Fans hö­ren an­däch­tig zu“(Aus­ga­be vom 11. Mai).

„Wirk­lich sprach­los ha­be ich den Ar­ti­kel zum Vor­trag von Rü­di­ger Dahl­ke ge­le­sen. Auch ich ha­be das sehr in­ter­es­san­te Re­fe­rat ver­folgt. Al­ler­dings muss ich mich doch fra­gen, war­um der Zei­tungs­re­dak­teur hier Be­grif­fe wie an­däch­tig und sal­bungs­voll ver­wen­det. Die miss­lun­ge­ne Wort­wahl ver­bin­de ich mit der Kir­che. Die For­mu­lie­rung, sei­ne Zu­hö­rer sei­en An­hän­ger, weckt wohl eher den Ge­dan­ken, dass er ei­ne Sek­te un­ter­brei­te. Be­reits im Vor­feld wur­de in ei­nem Ar­ti­kel schon die Fra­ge auf­ge­wor­fen, ob es sich bei Dahl­ke um ei­nen ge­fähr­li­chen Spin­ner han­delt. Sehr pre­kär, wie ich fin­de, denn Herr Dahl­ke ist seit 1979 als Arzt und Psy­cho­the­ra­peut tä­tig und re­fe­riert in­ter­na­tio­nal. Er ist kei­nes­wegs ein Geg­ner der Schul­me­di­zin, wie er auch sel­ber be­tont. Er sieht so­gar in sei­ner Ar­beit die dank­ba­re Er­gän­zung da­zu. Sein Ziel ist es, Pa­ti­en­ten auf dem Weg zu Ei­gen­ver­ant­wor­tung, Selbst­be­stim­mung und Ge­sund­heit zu un­ter­stüt­zen und ein wach­sen­des Be­wusst­sein für psy­cho­so­ma­ti­sche Zu­sam­men­hän­ge und die ganz­heit­li­che Me­di­zin zu schaf­fen. Be­dau­er­li­cher­wei­se wird Herr Dahl­ke in dem Be­richt aber nur ein­sei­tig be­leuch­tet. Ich ver­mis­se sehr die aus­führ­li­che und fai­re Re­cher­che. Ich kann je­dem nur emp­feh­len, sich sel­ber ob­jek­tiv über sei­ne Ar­beit und Denk­wei­se zu in­for­mie­ren und sich sein ei­ge­nes Ur­teil zu bil­den und sich auf dem Weg für mehr Ge­sund­heit und Wohl­be­fin­den durch­aus in­spi­rie­ren zu las­sen.“

Es­t­her No­ël Bis­sen­dorf

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