Kei­ne Mehr­heit für Wohn­sitz­auf­la­ge

CDU will Flücht­lin­gen Or­te zu­wei­sen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Nordwest -

Nie­der­sach­sen will die Ein­füh­rung ei­ner Wohn­sitz­auf­la­ge für an­er­kann­te Flücht­lin­ge prü­fen, wie es sie be­reits in fünf Bun­des­län­dern gibt. Ei­ne Mehr­heit für die von der CDU ge­for­der­te Auf­la­ge zeich­ne­te sich nach der gest­ri­gen ers­ten Be­ra­tung im Land­tag al­ler­dings nicht ab.

Die SPD sprach sich für ei­ne kri­ti­sche Prü­fung aus, Grü­ne und FDP hal­ten ei­ne Auf­la­ge für un­ge­eig­net, um ei­ne ver­stärk­te An­sied­lung be­stimm­ter Flücht­lings­grup­pen in ein­zel­nen Städ­ten und Stadt­tei­len zu ver­hin­dern. Zu­letzt hat­te Salz­git­ter Alarm ge­schla­gen, wo­hin we­gen güns­ti­gen Wohn­raums 5000 über­wie­gend sy­ri­sche Flücht­lin­ge ge­zo­gen sind.

Die Auf­la­ge sieht die Zu­wei­sung ei­nes Flücht­lings an ei­nen be­stimm­ten Ort für bis zu drei Jah­ren vor, so­lan­ge er kei­ne Ar­beit ge­fun­den hat. Über den An­trag wird nun als Nächs­tes im In­nen­aus­schuss be­ra­ten.

Die Mög­lich­keit ei­ner Wohn­sitz­re­ge­lung wur­de mit dem Bun­des-In­te­gra­ti­ons­ge­setz im Som­mer 2016 ge­schaf­fen. Bay­ern, Hes­sen, Ba­den-Würt­tem­berg, Nord­rhein-West­fa­len und Sach­sen-An­halt führ­ten die Re­ge­lung dar­auf­hin ein.

Wie die CDU-Ab­ge­ord­ne­te An­ge­li­ka Jahns be­grün­de­te, hel­fe ei­ne Wohn­sitz­auf­la­ge, das Ent­ste­hen gro­ßer Flücht­lings­com­mu­nities in so­zia­len Brenn­punk­ten der Groß­städ­te zu ver­hin­dern. Bei ei­ner Zu­wei­sung auch in den länd­li­chen Raum ge­lin­ge die In­te­gra­ti­on in Ar­beits­markt und Ge­sell­schaft bes­ser.

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