Erst Mag­de­burg, dann West­fa­len­po­kal

Zum Sai­son­en­de wol­len Sport­freun­de Lot­te al­les ge­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Lokalsport/region - Von Cars­ten Rich­ter

Beim Dritt­li­ga-Sai­son­fi­na­le er­war­tet die Sport­freun­den Lot­te noch ein­mal ein hei­ßer Tanz. Am Sams­tag­nach­mit­tag steht die schwie­ri­ge Aus­wärts­auf­ga­be beim 1. FC Mag­de­burg auf dem Pro­gramm (13..30 Uhr, MDCC-Are­na).

Dort gilt es, in der Mag­de­bur­ger Are­na vor aus­ver­kauf­tem Haus küh­len Kopf zu be­wah­ren. Schließ­lich ha­ben die Mag­de­bur­ger noch Hoff­nun­gen, den drit­ten Platz zu er­rei­chen, der dann zur Teil­nah­me an den bei­den Re­le­ga­ti­ons­spie­len um den Auf­stieg in die Zwei­te Bun­des­li­ga be­rech­tigt. Al­ler­dings ist der Kult­klub der frü­he­ren DDR selbst mit ei­nem Sieg auf die Schüt­zen­hil­fe von Jahn Re­gens­burg an­ge­wie­sen.

Vor mehr als 25 000 Heim­fans der Mag­de­bur­ger müs­sen die Sport­freun­de dann be­ste­hen. „Kein Pro­blem, da­mit ken­nen wir uns spä­tes­tens seit dem Auf­stiegs­spiel in Mann­heim bes­tens aus“, froh­lockt SFL-Flü­gel­stür­mer Ke­vin Freiberger und er­gänzt: „In Mann­heim war es auch nicht an­ders. Die wa­ren ent­täuscht dar­über, dass sie in der Re­le­ga­ti­on ver­lie­ren und nicht auf­ge­stie­gen sind. Ich den­ke, da sind wir ganz ge­übt drin, mit sol­chen Si­tua­tio­nen um­zu­ge­hen.“

Die Sport­freun­de rei­sen selbst­be­wusst an. Schließ­lich zeig­te die Form­kur­ve in den ver­gan­ge­nen Spie­len wie­der nach oben. Auch wenn un­ter dem Strich ge­gen Os­na­brück, Duis­burg und Mainz kein Sieg da­bei her­aus­ge­sprun­gen ist. Doch das lässt Freiberger kalt. „Das 3:3 ge­gen Mainz war schon ein Er­geb­nis, wie es eher am letz­ten Spiel­tag vor­kommt. Da war al­les da­bei – ei­ne Ro­te Kar­te, der Elf­me­ter, ein Trai­ner muss­te auf die Tri­bü­ne, Mainz war in Un­ter­zahl, der Geg­ner geht gleich zwei­mal in Füh­rung. Das war schon ir­re. Für die Leu­te war es auf je­den Fall ein span­nen­des Spiel, aber wir konn­ten nicht zu­frie­den sein. Denn wenn wir in Über­zahl 2:1 füh­ren und dann noch zwei To­re kas­sie­ren, sind wir sel­ber schuld.“

Der 28-Jäh­ri­ge steht auch in der nächs­ten Sai­son in Lot­te un­ter Ver­trag, und er hofft, dass ihm vie­le fol­gen wer­den. „Ich weiß aber auch von nichts, wer al­les bleibt und wer nicht. Vie­le schau­en sich noch um und sind sich auch un­schlüs­sig. Al­ler­dings kann es da­nach auch ganz schnell ge­hen und gleich meh­re­re Spie­ler ver­län­gern Schlag auf Schlag. Schließ­lich wis­sen die meis­ten auch, was sie hier in Lot­te ha­ben, und da­her kann ich mir gut vor­stel­len, dass die meis­ten ger­ne blei­ben wol­len wür­den“, so der 1,75 m gro­ße An­grei­fer, der da­bei auch den Trai­ner ein­be­zieht. „Er ist der bes­te Trai­ner, den ich bis­her hat­te, und den wür­de ich, selbst wenn ich kei­nen Ver­trag hät­te, ganz si­cher nicht im Stich las­sen“.

Der ge­bür­ti­ge Es­se­ner blickt aber auch schon über den Tel­ler­rand hin­aus. Schließ­lich steht am Don­ners­tag dar­auf das mit Span­nung er­war­te­te Fi­na­le im West­fa­len­po­kal an, wo mit ei­nem Sieg das neu­er­li­che Ti­cket für den DFB-Po­kal ge­löst wer­den soll. „In dem Po­kal­spiel geht es ja noch um ei­ni­ges, bis da­hin müs­sen wir die Span­nung hoch­hal­ten. Wenn wir die­ses High­light auch noch ge­win­nen, dann ha­ben wir echt ei­ne su­per Sai­son hin­ter uns. Da­für aber müs­sen wir dort nicht nur un­se­re nor­ma­le Stär­ke zei­gen, son­dern noch et­was drauf­pa­cken, um den Po­kal zu ho­len. Al­le wis­sen bei uns, um was es da geht,, und da­her dürf­te das span­nend wer­den.“

Zwölf Pflicht­spiel­to­re hat Freiberger in die­ser Sai­son er­zielt. Am Sams­tag in Mag­de­burg dürf­te ger­ne noch das ein oder an­de­re hin­zu­kom­men. An der rich­ti­gen Ein­stel­lung man­gelt es nicht. „Wir wer­den dort al­les raus­hau­en, und dann se­hen wir, was da­bei her­aus­kommt. Wenn Mag­de­burg nicht mehr den drit­ten Platz schafft, sind wir je­den­falls nicht schuld. Denn Re­gens­burg hat ja oh­ne­hin al­les in der ei­ge­nen Hand. Wir wis­sen al­le, dass in Mag­de­burg gera­de auch bei die­ser Aus­gangs­la­ge das Sta­di­on bren­nen wird. Die wol­len und müs­sen auf je­den Fall ge­win­nen, aber ich wür­de de­nen ger­ne noch in die Sup­pe spu­cken. Mal schau­en, ob das ge­lingt.“

Mag­de­burg vor der Brust und den West­fa­len­po­kal be­reits im Kopf: Ke­vin Freiberger (Mit­te, hier im West­fa­len­po­kal­spiel ge­gen Rö­ding­hau­sen) weiß, dass es zum Sai­son­schluss noch ei­ne Men­ge zu tun gibt für die Sport­freun­de Lot­te. Fo­to: Mru­gal­la

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