St­ein­mei­er wirbt in Po­len für eu­ro­päi­sche Wer­te

War­schau plant of­fen­bar hu­ma­ni­tä­re Vi­sa für Kriegs­flücht­lin­ge

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite -

dpa/KNA/ten WAR­SCHAU. Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter St­ein­mei­er hat bei sei­nem Be­such in War­schau für Rechts­staat­lich­keit und De­mo­kra­tie ge­wor­ben. Zu­gleich wies er pol­ni­sche Vor­stel­lun­gen in der Flücht­lings­po­li­tik zu­rück, die EU wol­le „Zwangs­la­ger“für Mi­gran­ten ein­rich­ten. Ge­gen­über Prä­si­dent An­drzej Du­da for­der­te er am Frei­tag auch Ge­sprächs­be­reit­schaft im Streit mit der EUKom­mis­si­on um die Un­ab­hän­gig­keit des pol­ni­schen Ver­fas­sungs­ge­richts. Am Nach­mit­tag traf St­ein­mei­er mit Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Bea­ta Szydlo zu­sam­men. Das Tref­fen war kurz­fris­tig an­ge­setzt wor­den. Zu­nächst hat­te es ge­hei­ßen, Szydlo be­fin­de sich auf ei­ner Aus­lands­rei­se.

Po­len plant un­ter­des­sen of­fen­bar die Aus­ga­be von hu­ma­ni­tä­ren Vi­sa für Kriegs­flücht­lin­ge. Po­lens Au­ßen­mi­nis­ter Wi­told Wasz­c­zy­kow­ski sag­te der „Welt“, dass die PiS-ge­führ­te Re­gie­rung ih­re ab­leh­nen­de Hal­tung ge­gen­über Flücht­lin­gen aus Afri­ka in Kür­ze auf­ge­ben dürf­te. „Ge­ra­de be­ra­ten wir in­tern über die Mög­lich­keit hu­ma­ni­tä­rer Kor­ri­do­re“, sag­te der Mi­nis­ter. Die­se Idee hät­ten Ita­li­en, Frank­reich und Spa­ni­en auf­ge­bracht. „Wir er­wä­gen, ver­wun­de­ten Kriegs­op­fern oder trau­ma­ti­sier­ten Kin­dern hu­ma­ni­tä­re Vi­sa aus­zu­stel­len und ih­nen da­mit ei­ne le­ga­le Ein­rei­se nach Po­len und ei­ne me­di­zi­ni­sche Be­hand­lung in un­se­ren Kran­ken­häu­sern zu er­mög­li­chen“, sag­te Wasz­c­zy­kow­ski.

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