Fi­nanz­mi­nis­ter ma­chen mo­bil ge­gen Steu­er­be­trug im On­li­ne-Han­del

Staat ver­liert jähr­lich ho­hen drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft -

Bund und Län­der wol­len Be­trü­ge­rei­en mit der Mehr­wert­steu­er im On­li­ne-Han­del zu­las­ten des deut­schen Fis­kus un­ter­bin­den. Die da­für nö­ti­gen Ge­set­zes­än­de­run­gen soll­ten zü­gig an­ge­scho­ben wer­den, teil­ten die Fi­nanz­mi­nis­ter zum Ab­schluss ih­rer Jah­res­kon­fe­renz in Kon­stanz mit. Dem Staat ge­hen durch Steu­er­ver­mei­dungs­prak­ti­ken im In­ter­net-Han­del jähr­lich Ein­nah­men in ei­nem ho­hen drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag ver­lo­ren, sag­te der Vor­sit­zen­de der Län­der-Fi­nanz­mi­nis­ter­kon­fe­renz, Hes­sens Res­sort­chef Tho­mas Schä­fer (CDU).

Hin­ter­grund ist, dass man­che Händ­ler aus Nicht-EUStaa­ten – dar­un­ter aus Chi­na – über Platt­for­men wie Ama­zon Wa­ren in Deutsch­land ver­kau­fen, die den Kun­den be­rech­ne­te Mehr­wert­steu­er aber nicht an den deut­schen Fis­kus ab­füh­ren. Ex­per­ten sol­len prü­fen, ob die Platt­form­be­trei­ber in die Pflicht ge­nom­men wer­den kön­nen. Ba­den-Würt­tem­bergs Fi­nanz­mi­nis­te­rin Edith Sitz­mann (Grü­ne) sag­te, die On­li­ne-Di­enst­leis­ter könn­ten nicht aus ih­rer Ver­ant­wor­tung ent­las­sen wer­den. Deut­schen Un­ter­neh­men ent­stün­den durch die be­trü­ge­ri­schen Prak­ti­ken aus­län­di­scher Händ­ler Nach­tei­le.

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