WM-Vor­be­rei­tung enor­mer Kraft­akt

Deut­sches U-20-Team zum Start nicht voll­zäh­lig – „In Süd­ko­rea ans Li­mit ge­hen“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

DAEJEON. Die ers­te klei­ne Rei­se­grup­pe der deut­schen U 20 fie­bert dem WMStart in Süd­ko­rea längst ent­ge­gen, die letz­ten Pro­fis des Ka­ders wer­den aber erst nach Tur­nier­be­ginn an­rei­sen. Die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft ist für die deut­schen Nach­wuchs­ki­cker we­gen der noch lau­fen­den Sai­son in der Bun­des­li­ga recht kom­pli­ziert.

„Wir ha­ben schon vor­her ge­wusst, dass es für uns kei­ne Vor­be­rei­tung gibt. Aber bei un­se­ren Spie­lern se­he ich da über­haupt kei­ne Pro­ble­me“, sag­te Trai­ner Gui­do Streichs­bier vor der Par­tie ge­gen Ve­ne­zue­la am Sams­tag (7.00 Uhr MESZ/Eu­ro­sport).

Ins­ge­samt 21 Spie­ler hat Streichs­bier in sei­nen Ka­der für die WM be­ru­fen, die bis zum 11. Ju­ni läuft. Jan­nes Horn (VfL Wolfs­burg), Jor­dan Tor­u­na­rig­ha, Ma­xi­mi­li­an Mit­tel­städt (bei­de Her­tha BSC), Suat Ser­dar (FSV Mainz 05) und Phil­ipp Ochs (1899 Hof­fen­heim) sol­len da­bei auch ih­re Bun­des­li­ga-Er­fah­rung ein­brin­gen. An­de­re Clubs woll­ten Spie­ler da­ge­gen vor dem letz­ten Spiel­tag au­ßer­halb ei­ner of­fi­zi­el­len Ab­stel­lungs­pe­ri­ode nicht zur Aus­wahl ent­sen­den. „Da wird der Mehr­wert ei­nes sol­chen Tur­niers an­ders be­wer­tet. Aber wir müs­sen es neh­men, wie es kommt“, sag­te Streichs­bier. DFB-Sport­di­rek­tor Horst Hru­besch be­zeich­ne­te die No­mi­nie­rung als „enor­men Kraft­akt“.

Trotz der feh­len­den Vor­be­rei­tung – die DFB-Aus­wahl reis­te zu­nächst mit nur zwölf Feld­spie­lern nach Süd­ko­rea – ge­hen Streichs­bier und sein Team op­ti­mis­tisch in die Par­ti­en ge­gen Ve­ne­zue­la, Me­xi­ko und WM-De­bü­tant Va­nua­tu. „Wir ste­hen nicht auf dem Fa­vo­ri­ten­zet­tel. Aber wir wol­len das Op­ti­mum raus­ho­len und so weit wie mög­lich kom­men“, sag­te der Trai­ner. „Mei­ne Er­war­tung an das Team ist, dass wir ans Li­mit ge­hen.“Den letz­ten Welt­meis­ter­ti­tel gab es für die deut­schen U-20-Fuß­bal­ler 1981.

Streichs­bier setzt auf den Wert der Er­fah­run­gen, die sei­ne Schütz­lin­ge in Süd­ko­rea sam­meln. „Es geht in ein frem­des Land mit ei­ner an­de­ren Kul­tur. Da war­ten ganz an­de­re Geg­ner als in Eu­ro­pa mit an­de­ren Stär­ken“, sag­te der 47-Jäh­ri­ge. „Das sind na­tür­lich schon wich­ti­ge Er­fah­run­gen.“Hru­besch ur­teil­te: „Wir sind über­zeugt, dass die Teil­nah­me an ei­ner U-20WM die Spie­ler in ih­rer Ent­wick­lung ex­trem för­dert.“

Mo­ti­viert: Trai­ner Streichs­bier. Gui­do Fo­to: dpa

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