Das et­was an­de­re Q

Ge­fah­ren: Au­di Q2

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Film - Von Lothar Haus­feld

Au­di-Mo­del­le der Neu­zeit bie­ten op­tisch we­nig Auf­re­gen­des. Die gro­ße, klei­ne Aus­nah­me: Das kleins­te SUV-Mo­dell der Mar­ke, der Q2, sticht wohl­tu­end aus dem De­si­gnein­heits­brei her­aus. Im Test: Der All­rad-Die­sel mit 190 PS.

Grau­er All­tag: Nein, der Q2 ist dan­kens­wer­ter­wei­se kein klei­ner Q3, der ein klei­ne­rer Q5 ist, der ein klei­ne­rer Q7 ist. Statt­des­sen tritt das Klein­wa­gen-SUV deut­lich ei­gen­stän­di­ger und coo­ler auf, zeigt Mut zur Kan­te, und die C-Säu­le, die ei­ne ab­wei­chen­de La­ckie­rung im Ver­gleich zum Rest der Au­ßen­haut hat, ist so­gar rich­tig auf­fäl­lig. Der Au­di Q3 ist zwar fast 20 Zen­ti­me­ter län­ger, der Q2 weist mit ei­nem an­nä­hernd iden­ti­schen Rad­stand aber ver­gleich­ba­re Platz­ver­hält­nis­se im In­nen­raum auf.

Ins Blaue fah­ren: Der 190PS-Die­sel ist das stärks­te Ag­gre­gat, das für den Q2 er­hält­lich ist. All­rad­an­trieb und Sie­ben-Gang-Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be sind stets an Bord – nicht, dass der Quat­tro-An­trieb Fah­rer da­zu an­stif­ten wür­de, die Ge­län­de­gän­gig­keit des Fahr­zeugs aus­zu­tes­ten. Aber auf nas­sen Stra­ßen et­wa ver­mit­telt der All­rad­an­trieb ein et­was grö­ße­res Ge­fühl der Fahr­sta­bi­li­tät, auch in Kur­ven hat man das Ge­fühl, auf Schie­nen un­ter­wegs zu sein. Die S-tro­nic schal­tet früh­zei­tig hoch, lässt ins­be­son­de­re im Eco-Mo­dus mit nied­ri­gen Dreh­zah­len ein ver­gleichs­wei­se spar­sa­mes Fah­ren zu, hat aber sonst schon mal mit un­sau­be­ren Schalt­vor­gän­gen zu kämp­fen. Grü­ne Wel­le: Fünf Li­ter auf 100 Ki­lo­me­tern sind es in der Theo­rie, zu­sätz­li­che ein­ein­halb Li­ter soll­te man im All­tag drauf­rech­nen.

Ro­sa Bril­le: Das Vir­tu­al Cock­pit mit sei­ner flä­chen­de­cken­den und frei kon­fi­gu­rier­ba­ren An­zei­ge zwi­schen Ta­cho und Dreh­zahl­mes­ser be­geis­tert, auch die Be­die­nung des Fahr­zeugs ist an­nä­hernd per­fekt. Der Ha­ken: Das Vir­tu­al Cock­pit ist mit 650 Eu­ro noch re­la­tiv güns­tig, al­ler­dings nur mit dem teu­ers­ten Na­vi (2.690 Eu­ro) und Mul­ti­funk­ti­ons-Le­der­lenk­rad (min­des­tens 170 Eu­ro) be­stell­bar – ex­em­pla­risch für die Auf­preis­po­li­tik.

Ro­tes Tuch: Das Star­tS­topp-Sys­tem schal­tet den Mo­tor ge­wis­sen­haft an der ro­ten Am­pel ab, braucht aber zu lan­ge, um die­sen an­schlie­ßend wie­der zu ak­ti­vie­ren. Das kann ge­ra­de an Land­stra­ßen-Ein­mün­dun­gen oder am Kreis­ver­kehr durch­aus zu brenz­li­gen Si­tua­tio­nen füh­ren. Schwarz auf weiß: Der güns­tigs­te Q2 – mit 116-PSD­rei­zy­lin­der – kos­tet 22.900 Eu­ro; der 190-PS-Die­sel star­tet bei 34.000 Eu­ro. Das Test­modell mit reich­lich Ex­tras lan­de­te bei 53.430 Eu­ro. Selbst die Mit­tel­arm­leh­ne lässt sich Au­di ex­tra be­zah­len (140 Eu­ro).

Mut zur kla­ren Kan­te: Beim Q2 hat sich Au­di end­lich mal ge­traut, neue We­ge zu be­schrei­ten. Fo­tos: Au­di

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