Un­ter Strom

Der Mi­ni Co­oper Coun­try­man er­hält ei­nen Plug-in-Hy­brid­an­trieb

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Film - Von Chris­ti­na Fin­ke

BAR­CE­LO­NA. Es ist zwar noch früh am Mor­gen, in der In­nen­stadt Bar­ce­lo­nas drän­gen sich aber trotz­dem schon zahl­rei­che Au­tos durch die schma­len Stra­ßen, Mo­tor­rol­ler­fah­rer schlän­geln sich zwi­schen den Wa­gen hin­durch. Nor­ma­ler­wei­se las­sen letz­te­re so ziem­lich je­den Au­to­fah­rer beim Start an der Am­pel schlecht aus­se­hen – dem neu­en Mi­ni Co­oper Coun­try­man SE All4 kön­nen sie an die­sem Mor­gen aber nur ver­blüfft hin­ter­her­schau­en. Denn der Cross­over hat gleich zwei Mo­to­ren, mit de­nen al­le vier Rä­der an­ge­trie­ben wer­den: Als ers­tes Mi­niMo­dell über­haupt geht der Coun­try­man ab Ju­ni näm­lich als Plug-in-Hy­brid an den Start.

Wie ge­wohnt sitzt der Drei­zy­lin­der-Be­zin­mo­tor un­ter der Front­hau­be und über­trägt sei­ne 136 PS an die Vor­der­rä­der. Der 88 PS star­ke Elek­tro­mo­tor ist als zwei­te Kraft­quel­le un­ter­halb des Ge­päck­raum­bo­dens un­ter­ge­bracht und lei­tet sei­ne Kraft an die Hin­ter­ach­se. Als drit­te Kom­po­nen­te kommt ei­ne Li­thi­um-Io­nen-Hoch­volt­bat­te­rie mit ei­ner Ka­pa­zi­tät von 7,6 kWh hin­zu, die un­mit­tel­bar vor dem Elek­tro­mo­tor un­ter­halb der Rück­sitz­bank plat­ziert wur­de.

Die Platz­ver­hält­nis­se im Fond sind trotz­dem an­stän­dig und das Kof­fer­raum­vo­lu­men schrumpft um ge­ra­de mal 45 auf 405 Li­ter. Op­tisch un­ter­schei­det sich der Plu­gin-Hy­brid le­dig­lich durch ein paar Klei­nig­kei­ten von an­de­ren Mo­del­len: An Heck, Küh­ler­grill und den Si­de Scut­tles wei­sen gel­be Lo­gos auf den be­son­de­ren An­trieb hin. Auch der Start-Stopp-Schal­ter im In­nen­raum ist gelb statt rot.

Mit drei wähl­ba­ren Mo­di hilft der Coun­try­man beim Ma­na­gen des elek­tri­schen Fah­rens. Im „Max eD­ri­ve“fährt der Coun­try­man bis 125 km/h rein elek­trisch. Im „Sa­ve Bat­te­ry“-Mo­dus hin­ge­gen über­nimmt der Ver­bren­nungs­mo­tor den An­trieb und hält den La­de­zu­stand der Bat­te­rie über 90 Pro­zent oder er­höht ihn über den Star­ter­ge­ne­ra­tor auf die­ses Ni­veau. Im „Au­to eD­ri­ve“ent­schei­det die Soft­ware, wann der Ver­bren­ner hin­zu­ge­schal­tet wird. Bis ma­xi­mal 80 km/h surrt der Coun­try­man dann vor sich hin. Be­son­ders gut funk­tio­niert das, wenn der Coun­try­man mit ei­nem Na­vi­ga­ti­ons­sys­tem aus­ge­stat­tet ist. Bei ak­ti­vier­ter Ziel­füh­rung be­rück­sich­tigt das Ener­gie­ma­nage­ment die Na­vi­ga­ti­ons­da­ten so, dass die Ka­pa­zi­tät der Bat­te­rie voll aus­ge­nutzt wer­den kann.

Nach ma­xi­mal 40 Ki­lo­me­tern ist das sur­ren­de Ver­gnü­gen dann vor­bei. Ein paar Pro­zent La­dung hält der Coun­try­man aber wäh­rend un­se­rer Test­fahr­ten noch zu­rück, um bei Be­darf zu­min­dest die Boost-Funk­ti­on noch aus­spie­len zu kön­nen.

Da­mit Bat­te­rie und E-Mo­tor wie­der mit­ma­chen kön­nen, muss der Coun­try­man an die Steck­do­se. Zwei St­un­den und 15 Mi­nu­ten dau­ert das Auf­la­den an ei­ner Wall­box mit ei­ner La­de­leis­tung von 3,6 kW, an der Haus­halts­steck­do­se braucht der Hy­brid-Mi­ni da­für ei­ne St­un­de län­ger.

Der Coun­try­man Co­oper S E kommt im Ju­ni zu Prei­sen ab 35 900 Eu­ro auf den Markt – teu­rer und stär­ker ist nur das sport­li­che John Co­oper Works-Mo­dell der Coun­try­man-Fa­mi­lie. Da­für gibt es beim Plug-in-Hy­brid aber im­mer­hin noch ein biss­chen was für’ s gu­te Ge­wis­sen mit oben­drauf. Elek­trisch zum Ar­beits­platz pen­deln und am Wo­che­n­en­de trotz­dem von Langstre­ck­en­taug­lich­keit pro­fi­tie­ren: Spaß und Spar­sam­keit müs­sen sich nicht un­be­dingt aus­schlie­ßen.

Der Mi­ni Co­oper Coun­try­man S E : Ben­zi­ner und E-Mo­tor lie­fern ins­ge­samt 224 PS. Fo­tos: Mi­ni

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