Die häu­figs­ten Stö­run­gen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Im Leben -

Rei­ni­gungs-und Wasch­zwän­ge ma­chen den größ­ten Teil der Stö­run­gen aus. Die Be­trof­fe­nen ver­spü­ren Angst oder Ekel vor Schmutz, Bak­te­ri­en, Vi­ren oder Kör­per­flüs­sig­kei­ten. Das Un­be­ha­gen führt zu aus­gie­bi­gen Wasch- und Rei­ni­gungs­ri­tua­len.

Kon­troll­zwän­ge sind die zweit­größ­te Grup­pe der Er­kran­kun­gen. Be­trof­fe­ne fürch­ten, durch Unacht­sam­keit ei­ne Ka­ta­stro­phe aus­zu­lö­sen. Haus­halts­ge­rä­te, Tü­ren und Fens­ter wer­den im­mer wie­der kon­trol­liert. Sam­mel­zwäng­ler ha­ben Angst da­vor, et­was Wich­ti­ges weg­zu­wer­fen. Da­bei fällt es ih­nen schwer, zwi­schen Er­in­ne­rungs­stü­cken und Müll zu un­ter­schei­den.

Ord­nungs­zwäng­ler sind stän­dig be­müht, Ex­akt­heit und Sym­me­trie in ih­rer Um­welt her­zu­stel­len. Wie­der­hol- und Zähl­zwän­ge: Wie­der­holzwän­ge brin­gen den Er­krank­ten da­zu, all­täg­li­che Hand­lun­gen (wie Zäh­ne put­zen, Bet­ten ma­chen) ei­ne be­stimm­te An­zahl von Ma­len zu wie­der­ho­len. Beim Nicht­ein­hal­ten sei­ner Re­geln be­fürch­tet er, ihm selbst oder Na­he­ste­hen­den könn­te et­was Schlim­mes zu­sto­ßen. Zwang­haf­te Lang­sam­keit: Da die Ri­tua­le sehr viel Zeit ver­schlin­gen, ver­lang­samt je­de Zwangs­stö­rung das Le­ben au­to­ma­tisch. Bei ei­ner klei­nen Un­ter­grup­pe ist je­doch die Lang­sam­keit selbst das Pro­blem. Sie be­nö­ti­gen St­un­den für All­täg­li­ches. Beim Haare­käm­men muss et­wa je­des Haar ein­zeln ge­bürs­tet wer­den.

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