Ge­feu­er­ter FBI-Chef will aus­sa­gen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Die Russ­land-Af­fä­re um Do­nald Trump schlägt in den USA wei­ter ho­he Wel­len. Der ent­las­se­ne FBI-Chef Ja­mes Co­mey will nach dem 29. Mai, ei­nem Fei­er­tag in den USA, in öf­fent­li­cher Sit­zung vor dem Ge­heim­dienst­aus­schuss des Se­nats aus­sa­gen. Trump hat­te ihn am 9. Mai ge­feu­ert und sieht sich Vor­wür­fen aus­ge­setzt, er ha­be die Russ­land-Er­mitt­lun­gen des FBI un­ter­gra­ben wol­len.

Trump soll bei ei­nem Tref­fen mit rus­si­schen Spit­zen­ver­tre­tern er­klärt ha­ben, Co­meys Ent­las­sung ha­be „gro­ßen Druck“aus den Er­mitt­lun­gen zu Mos­kau-Ver­stri­ckun­gen sei­nes Wahl­kampf­teams ge­nom­men. Das Wei­ße Haus wies die Darstel­lung nicht di­rekt zu­rück. Si­cher­heits­be­ra­ter Herbert Ray­mond McMas­ter, der bei dem Tref­fen da­bei war, er­klär­te, der Prä­si­dent füh­le sich in den Be­mü­hun­gen um ei­ne bes­se­re Zu­sam­men­ar­beit mit Mos­kau et­wa in Sy­ri­en be­hin­dert. Trumps Be­zug auf die Er­mitt­lun­gen sei in die­sem Sinn zu ver­ste­hen.

Laut „Wa­shing­ton Post“wird bei den Er­mitt­lun­gen des FBI ein en­ger Mit­ar­bei­ter Trumps im Wei­ßen Haus als „Per­son von In­ter­es­se“be­trach­tet. Es han­de­le sich um ei­nen hoch­ran­gi­gen Be­ra­ter, hieß es un­ter Be­ru­fung auf in­for­mier­te Qu­el­len.

Nach In­for­ma­tio­nen des Sen­ders CNN ma­chen sich Ju­ris­ten im Wei­ßen Haus mit den Pro­ze­du­ren ei­nes Amts­ent­he­bungs­ver­fah­rens ver­traut. Al­ler­dings liegt ein sol­cher dra­ma­ti­scher Schritt in wei­ter Fer­ne. So­gar die op­po­si­tio­nel­len De­mo­kra­ten ha­ben sich bis­her äu­ßerst zu­rück­hal­tend über ei­ne sol­che Mög­lich­keit ge­äu­ßert.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.