Ein Er­folg für die Zu­kunft

DEB zu­frie­den mit WM – Er­lös soll in den Nach­wuchs flie­ßen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Der Deut­sche Eis­ho­ckey-Bund (DEB) geht mit ei­nem sat­ten Mil­lio­nen­ge­winn aus der Heim-Welt­meis­ter­schaft. Die vor­sich­ti­gen Er­war­tun­gen von rund 350000 Zu­schau­ern bei den Spie­len in Köln wur­den be­reits vor dem End­spiel am Sonn­tag trotz des ent­täu­schen­den Be­suchs der Halb­fi­nal­spie­le deut­lich über­trof­fen. Rund 429000 Fans ka­men zu den bis­lang 32 WMSpie­len in Deutsch­land. Dies ent­spricht ei­nem Schnitt von et­wa 13 400 pro Spiel.

Mit ins­ge­samt bis­lang rund 652 000 Zu­schau­ern er­reich­te die 81. Welt­meis­ter­schaft schon jetzt die zweit­höchs­te Re­so­nanz al­ler WMTur­nie­re. Den Zu­schau­er­re­kord hält nach wie vor die WM 2015 in Prag und Ostrau. Da­mals wa­ren 741 690 Zu­schau­er ge­kom­men. Die­sen Wert wird die WM in Köln und Pa­ris in die­sem Jahr nicht mehr er­rei­chen.

„Wir hat­ten ei­ne sehr, sehr gu­te At­mo­sphä­re hier. Wir sind sehr zu­frie­den“, lob­te Welt­ver­bands­prä­si­dent Re­né Fa­sel vor den Halb­fi­nals am Sams­tag, die al­ler­dings bei­de nicht aus­ver­kauft wa­ren.

Den­noch wa­ren die Or­ga­ni­sa­to­ren zu­frie­den, auch mit den Zah­len aus Pa­ris. Dort sa­hen ins­ge­samt 224 000 Men­schen die 30 Spie­le. Fi­nan­zi­ell ver­ant­wort­lich ist der DEB als Haupt­aus­rich­ter in­des nur für die Spie­le in Köln. Ge­nau be­zif­fern kann der Ver­band das Plus erst nach der WM, es dürf­te aber über zwei Mil­lio­nen Eu­ro lie­gen. „Wir sind su­per zu­frie­den. Das war ein Fes­ti­val. Da­mit kön­nen wir uns wirk­lich se­hen las­sen“, sag­te DEB-Prä­si­dent und WM-Or­ga­ni­sa­ti­ons­chef Franz Reindl. Da der DEB mitt­ler­wei­le fi­nan­zi­ell kon­so­li­diert ist, kann der Ge­winn aus der Heim-WM an­ders als in der Ver­gan­gen­heit in die Nach­wuchs­ar­beit ge­steckt wer­den. „Das Wich­tigs­te ist, dass wir es für die Zu­kunft ver­wen­den kön­nen“, sag­te Reindl.

Bun­des­trai­ner Mar­co Sturm hat­te nach dem deut­schen Vier­tel­fi­nal-Aus ge­gen Ka­na­da (1:2) vor al­lem im Nach­wuchs­be­reich bes­se­re Ar­beit ge­for­dert und die Deut­sche Eis­ho­ckey Li­ga (DEL) kri­ti­siert. „Jetzt müs­sen wir ein­fach wei­ter­ar­bei­ten. Vor al­lem im Nach­wuchs. In den Ver­ei­nen, aber auch in der DEL. Da müs­sen wir ein­fach al­le ei­nen bes­se­ren Job ma­chen“, hat­te Sturm ge­sagt. Der 38-Jäh­ri­ge will auf Dau­er mehr er­rei­chen als die Qua­li­fi­ka­ti­on für das Vier­tel­fi­na­le, in das Sturm Deutsch­land nun zum zwei­ten Mal hin­ter­ein­an­der ge­führt hat­te.

Durch den er­neu­ten Ein­zug in die K.-o.-Run­de sprang Deutsch­land in der Welt­rang­lis­te von Platz zehn auf Rang acht und pro­fi­tiert da­mit bei künf­ti­gen Welt­meis­ter­schaf­ten von ei­nem ver­meint­lich güns­ti­ge­ren Spiel­plan. „Die Ent­wick­lung ist ko­me­ten­haft. Das ist sen­sa­tio­nell“, be­fand Reindl, der noch in die­sem Jahr den nach der WM 2018 in Dä­ne­mark aus­lau­fen­den Ver­trag mit Sturm ver­län­gern will.

Gu­te Stim­mung, vol­le Hüt­te: Die deut­sche Mann­schaft fei­er­te mit den Fans. Fo­to: imago/Jan Hu­eb­ner

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