Was Ver­brau­cher tun kön­nen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Reportage -

In Smart­pho­nes steckt ei­ne Viel­zahl von Roh­stof­fen. De­ren Ab­bau be­las­tet die Um­welt. Und häu­fig be­fin­den sich Mi­nen in Kon­flikt­ge­bie­ten. Doch kann man als Ver­brau­cher gar nichts tun? Doch, sagt Jan Kos­mol vom Um­welt­bun­des­amt. „Na­tür­lich gibt es auch als Ver­brau­cher An­sät­ze und Initia­ti­ven, die man un­ter­stüt­zen kann. Ein Bei­spiel ist das Fair­pho­ne“. Der An­satz des nie­der­län­di­schen So­zi­al­un­ter­neh­mens ist es, sei­ne Smart­pho­nes mög­lichst oh­ne Aus­beu­tung von Mensch und Na­tur zu pro­du­zie­ren und ei­ne Be­we­gung für fai­re­re Elek­tro­nik vor­an­zu­trei­ben. Auch beim Puz­zle­pho­ne steht der Um­welt­as­pekt im Fo­kus.

Und Ver­brau­cher kön­nen Druck auf Händ­ler und Her­stel­ler aus­üben – durch hart­nä­cki­ges Nach­fra­gen: Sie soll­ten sich beim Kauf nach der Her­kunft und den Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen tech­ni­scher Ge­rä­te er­kun­di­gen – auch wenn Händ­ler und Her­stel­ler die In­for­ma­tio­nen größ­ten­teils noch nicht be­reit­stel­len kön­nen.

Und nicht nur der Kauf ei­nes tech­ni­schen Ge­rä­tes kann ei­nen Un­ter­schied ma­chen – son­dern auch, was mit dem Smart­pho­ne pas­siert, wenn es aus­ge­dient hat. „Im bes­ten Fall wer­den sie ein­ge­schmol­zen und wie­der­ver­wer­tet“, er­klärt Man­fred San­ten von Gre­en­peace. Ver­brau­cher er­kun­di­gen sich am bes­ten, ob ein Un­ter­neh­men das Ge­rät zu­rück­nimmt – und was dann da­mit pas­siert.

Das „Fair­pho­ne“soll mög­lichst nach­hal­tig und un­ter gu­ten Ar­beits­be­din­gun­gen her­ge­stellt wer­den. Fo­to: dpa

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