Ver­schenkt

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Medien / Fernsehen -

„Der Chef ist tot“20.15 Uhr

Von Tom Hei­se

Ei­ne gu­te Idee macht noch kei­nen gu­ten Film. Nach ei­nem Buch des re­nom­mier­ten Au­tors Ste­fan Ro­gall (Tat­ort, Po­li­zei­ruf 110) in­sze­nier­te Mar­kus Sehr ei­ne Krimikomödie, die we­der das ei­ne noch das an­de­re Gen­re zu­frie­den­stel­lend be­dient. Da­bei konn­te der Re­gis­seur auf Schau­spie­ler wie Pe­tra Klei­nert, Goetz Schu­bert oder Frit­zi Ha­ber­landt zu­rück­grei­fen.

Ei­nen Tag nach­dem Peer Alt­hoff den fünf Mit­ar­bei­tern ei­ner Zweig­stel­le der „Hei­te­re Lo­gis­tik In­ter­na­tio­nal“(!) ver­kün­de­te, dass ei­ne Stel­le ein­ge­spart wer­den müs­se und je­der bis En­de der Wo­che sei­ne Un­ent­behr­lich­keit be­wei­sen kön­ne, liegt der Chef tot im Trep­pen­haus. Die un­kon­ven­tio­nel­le Kom­mis­sa­rin Ma­xi Schweiger re­gis­triert schnell, dass je­der der so grund­ver­schie­de­nen An­ge­stell­ten Grün­de ge­habt hät­te, sich des un­ge­lieb­ten Bos­ses zu ent­le­di­gen.

Im wei­te­ren Ver­lauf wer­den Be­find­lich­kei­ten und Be­zie­hun­gen, Hoff­nun­gen und Ent­täu­schun­gen, Freund­schaf­ten und Feind­schaf­ten des be­tei­lig­ten Quin­tetts lang­at­mig und lang­wei­lig aus­ge­lo­tet. Auf Span­nung, Si­tua­ti­ons­ko­mik oder Dia­log­witz war­tet der Zu­schau­er aber ver­geb­lich. So düm­pelt der Film kam­mer­spiel­ar­tig sei­ner mau­en Auf­lö­sung ent­ge­gen. Scha­de – aus die­sem Stoff hät­te man mehr ma­chen kön­nen.

Wer­tung:

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.