SPD for­dert Wahl­recht schon mit 16 Jah­ren

Eck­punk­te des vor­läu­fi­gen Pro­gramms

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

71 Sei­ten um­fasst das vor­läu­fi­ge SPD-Pro­gramm für die Bun­des­tags­wahl. Ein paar Eck­punk­te:

Wahl­recht: Nach dem Wil­len der So­zi­al­de­mo­kra­ten sol­len Ju­gend­li­che künf­tig ab dem 16. Ge­burts­tag (bis­her 18.) wäh­len dür­fen.

Steu­ern: Un­te­re und mitt­le­re Ein­kom­men möch­te die SPD ent­las­ten. Fach­ar­bei­ter sol­len pro­fi­tie­ren, in­dem der Spit­zen­satz von 42 Pro­zent erst spä­ter greift. Die Erb­schaft­steu­er für Fir­men­ver­mö­gen soll er­höht wer­den. De­tails da­zu sol­len aber erst spä­ter fol­gen.

Flücht­lings­po­li­tik: Die SPD be­kennt sich zum Asyl­recht. Ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber müss­ten aber kon­se­quent ab­ge­scho­ben wer­den. Die Kon­trol­le der Au­ßen­gren­zen des Schen­gen-Ge­biets soll ver­stärkt wer­den. Die Ein­wan­de­rung von Fach­kräf­ten soll ein Ein­wan­de­rungs­ge­setz nach ka­na­di­schem Vor­bild re­geln.

Fa­mi­li­en: Die SPD will Fa­mi­li­en un­ab­hän­gig da­von för­dern, ob die El­tern ver­hei­ra­tet sind. Das Ehe­gat­tens­plit­ting soll zu ei­nem „Fa­mi­li­en­ta­rif mit Kin­der­bo­nus“um­ge­baut wer­den. Au­ßer­dem soll es ei­ne Fa­mi­li­en­ar­beits­zeit ge­ben, die es El­tern er­mög­licht, we­ni­ger zu ar­bei­ten. Auch die Ab­schaf­fung der Ki­ta-Ge­büh­ren und mehr Ganz­tags­plät­ze sol­len Fa­mi­li­en ent­las­ten.

För­de­rung von Ar­beits­lo­sen: Die SPD will ein Recht auf Wei­ter­bil­dung ein­füh­ren. Wer nach drei Mo­na­ten kei­nen neu­en Job hat, be­kommt An­ge­bo­te und wäh­rend der Wei­ter­bil­dung ein Ar­beits­lo­sen­geld Q in der Hö­he des nor­ma­len Ar­beits­lo­sen­gelds. Die­se ALG-Q-Zeit wird nicht auf das Ar­beits­lo­sen­geld an­ge­rech­net.

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