Brüs­sel be­kräf­tigt Kri­tik am deut­schen Ex­port­über­schuss

EU-Kom­mis­si­on er­war­tet an­hal­ten­des Wachs­tum in Eu­ro­pa

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft -

Deutsch­land soll die hei­mi­sche Nach­fra­ge an­kur­beln und so den Ex­port­druck auf an­de­re Län­der sen­ken, ver­langt die EUKom­mis­si­on.

Der gro­ße Leis­tungs­bi­lanz­über­schuss Deutsch­lands löst schon seit Län­ge­rem Kri­tik in Brüs­sel aus. Die Bun­des­re­pu­blik pro­du­ziert mehr, als sie ver­braucht, vie­le Wa­ren und Di­enst­leis­tun­gen wer­den ex­por­tiert. Das kön­ne die wirt­schaft­li­che Er­ho­lung im Eu­ro­raum be­ein­träch­ti­gen, warnt die EUKom­mis­si­on. Auf dem Ar­beits­markt dro­he au­ßer­dem mit der zu­neh­men­den Al­te­rung der Ge­sell­schaft ein Ar­beits­und Fach­kräf­te­man­gel. Stär­ke­re An­rei­ze zum spä­te­ren Ren­ten­ein­tritt sei­en da­mit „un­ent­behr­lich“.

Ins­ge­samt sieht die EUKom­mis­si­on die La­ge in Eu­ro­pa po­si­tiv. „Das Wirt­schafts­wachs­tum in der EU hält an und wird sich auch 2018 – im sechs­ten Jahr in Fol­ge – fort­set­zen“, sag­te EU-Fi­nanz­kom­mis­sar Pier­re Mosco­vici.

Vor­läu­fi­ge Ent­war­nung gab die EU-Kom­mis­si­on für Ita­li­en. Im Fe­bru­ar hat­te die Brüs­se­ler Be­hör­de noch An­stren­gun­gen von der Re­gie­rung in Rom ge­for­dert, da­mit die Ver­schul­dung nicht aus dem Ru­der läuft. Die mitt­ler­wei­le ein­ge­lei­te­ten zu­sätz­li­chen Re­for­men für das lau­fen­de Jahr reich­ten aus, be­schei­nig­te die EU-Be­hör­de nun.

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