Dy­na­mo: har­ter Kurs ge­gen Ul­tras

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Dy­na­mo Dres­den fährt ab so­fort ei­nen här­te­ren Kurs ge­gen sei­ne Ul­tras. Mit dras­ti­schen Maß­nah­men will der Fuß­bal­lZweit­li­gist künf­tig Aus­schrei­tun­gen sei­ner An­hän­ger­schaft bei Aus­wärts­spie­len ver­mei­den. So wer­den in der kom­men­den Sai­son kei­ne Aus­wärts-Dau­er­kar­ten für Dy­na­mo-Ul­tras aus­ge­ge­ben. Zu­dem wer­de ein Si­cher­heits­zu­schlag von zwei Eu­ro für Aus­wärts­spie­le er­ho­ben und bei be­stimm­ten Par­ti­en Ti­ckets nur an Ver­eins­mit­glie­der ver­kauft. Das teil­te der kauf­män­ni­sche Ge­schäfts­füh­rer Micha­el Born am Mon­tag auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz zu den Ran­da­len von Dy­na­mo-An­hän­gern beim Aus­wärts­spiel am 14. Mai in Karls­ru­he mit.

Dort hat­ten rund 2000 An­hän­ger der Sach­sen in Mi­li­tär-Klei­dung schon beim An­marsch Py­ro­tech­nik ge­zün­det, spä­ter die Ein­lass­kon­trol­len über­rannt und ei­nen Ki­osk ge­plün­dert. Dy­na­mo will ver­su­chen, den Dia­log vor al­lem der Ul­tra-Be­we­gun­gen der Ver­ei­ne mit dem Deut­schen Fuß­ball-Bund (DFB) und der Deut­schen Fuß­ball-Li­ga (DFL) wie­der in Gang zu brin­gen. Ein zu­sätz­li­cher haupt­amt­li­cher Mit­ar­bei­ter wird sich künf­tig aus­schließ­lich um si­cher­heits­re­le­van­te The­men küm­mern.

Sport­ge­schäfts­füh­rer Ralf Min­ge for­der­te da­zu auch die Un­ter­stüt­zung der Po­li­tik. „Wir als Ver­ein sto­ßen an un­se­re Gren­zen. Lo­gis­tisch und men­sch­lich“, sag­te Min­ge und droh­te so­gar mit Rück­tritt, soll­ten die Ver­eins­be­mü­hun­gen im Um­gang mit den Ran­da­lie­rern nicht fruch­ten. „Ich se­he mich in der Ver­ant­wor­tung, ste­he auch da­zu. Wenn wir nicht vor­an­kom­men, muss man per­sön­li­che Kon­se­quen­zen er­wä­gen“, sag­te Min­ge

Auch Dy­na­mo-Prä­si­dent Andre­as Rit­ter zeig­te sich auf­grund der Vor­komm­nis­se in Karls­ru­he ent­täuscht. „Ich möch­te nichts recht­fer­ti­gen, Fakt ist: Das Auf­tre­ten in Ca­mou­fla­ge-Out­fit be­frem­det uns. Kriegs­be­ma­lung und -rhe­to­rik so­wie Ge­walt ge­hö­ren nicht zum Ver­ein“, sag­te er.

Nach den Aus­schrei­tun­gen in Karls­ru­he war­tet der Ver­ein noch auf das Ur­teil des DFB-Sport­ge­richts. Zu­vor hat er die Frist für die Stel­lung­nah­me bis zum 31. Mai ver­län­gert.

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