Mehr Sen­si­bi­li­tät könn­te nicht scha­den

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück - Rll@noz.de

Mag ja sein, dass die Rechts­la­ge klar ist und die An­woh­ner des Wis­sen­schafts­parks kei­nen An­spruch auf Ent­schä­di­gung ha­ben. Dann muss das aber nicht hei­ßen, dass sich die Stadt auf ih­re for­mal­ju­ris­ti­sche Po­si­ti­on zu­rück­zieht und die An­woh­ner eis­kalt ab­blit­zen lässt. Scha­de, dass die ab­leh­nen­den Be­schei­de jeg­li­chen Wil­len zur Ko­ope­ra­ti­on ver­mis­sen las-

sen. Und vor al­lem, dass so un­sen­si­bel mit den Be­trof­fe­nen um­ge­gan­gen wird.

Es ist nach­voll­zieh­bar, dass sich ein Haus­ei­gen­tü­mer sel­ber vor ein­drin­gen­der Näs­se schüt­zen muss. Aber es lässt sich nicht von der Hand wei­sen, dass der Grund­was­ser­spie­gel an der Su­de­ten­stra­ße ge­stie­gen ist, weil die Stadt die Ka­ser­nen­ge­bäu­de groß­flä­chig ab­ge­ris­sen hat und der ent­sie­gel­te Bo­den jetzt mehr Re­gen­was­ser auf­nimmt. Des­halb hät­ten sich die Stadt und ih­re Toch­ter­ge­sell­schaft OBG zu ei­ner mo­ra­li­schen Mit­ver­ant­wor­tung be­ken­nen kön­nen, statt re­flex­haft dar­auf zu po­chen, nichts Un­rech­tes ge­tan zu ha­ben. Mit et­was gu­tem Wil­len und dem Sach­ver­stand aus den Äm­tern hät­ten sie ein ge­mein­sa­mes Drai­na­ge­pro­jekt auf den Weg brin­gen kön­nen, um den Ein­zel­nen vor rui­nö­sen Kos­ten zu be­wah­ren. Oder es we­nigs­tens ver­sucht. Aber von gu­tem Wil­len war hier lei­der nichts zu er­ken­nen.

Von Rai­ner Lah­man­nLam­mert

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