Park­sün­der

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück - E-Mail: till@noz.de

Re­gel­mä­ßig be­ob­ach­tet Till, wie Au­tos ab­ge­schleppt wer­den, die oh­ne Be­rech­ti­gung auf ei­nem Be­hin­der­ten­park­platz ste­hen. Je­des Mal ver­spürt Till ein klein we­nig Scha­den­freu­de. Für Men­schen mit Be­hin­de­rung sind aus­rei­chend brei­te Park­buch­ten wirk­lich wich­tig. Wer sie rück­sichts­los blo­ckiert, ver­dient es, ab­ge­schleppt zu wer­den. Aber wie ist das mit El­ternKind-Park­plät­zen? Vor man­chen Su­per­märk­ten und auch in Park­häu­sern gibt es sie. Sel­ten je­doch sieht Till auch tat­säch­lich Müt­ter oder Vä­ter mit klei­nen Kin­dern ein- oder aus­stei­gen. Ei­ner Le­se­rin geht es eben­so – und für sie ist das ein Qu­ell ste­ten Är­gers. Denn im Ge­gen­satz zu de­nen, die oh­ne Kind die­se Park­plät­ze be­la­gern, hat sie ih­ren sechs Mo­na­te al­ten Sohn da­bei. „Müss­te ich kei­ne vier Ki­lo­gramm schwe­re Ba­by­scha­le samt Neun-Ki­lo-Ba­by aus dem Au­to he­ben und wä­ren Park­plät­ze breit ge­nug für die­sen Akt, wä­re ich wo­mög­lich gar nicht so ver­är­gert“, sagt sie. Das Pro­blem: In der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung sind El­tern-Kind-Park­plät­ze nicht vor­ge­se­hen. Frau­en­park­plät­ze üb­ri­gens auch nicht. Die ha­ben eben­falls ih­ren Sinn – vor al­lem wenn es dun­kel ist und Frau­en sich dort, in Ein­gangs­nä­he, et­was si­che­rer füh­len sol­len. Wie oft hat Till schon ge­staunt, wie aus­ge­spro­chen mas­ku­lin man­che dort par­ken­den „Au­to­fah­re­rin­nen“wir­ken. Wenn den Falsch­par­kern schon kein Buß­geld droht, dann soll­ten sie we­nigs­tens mal dar­über nach­den­ken, wem sie da den Platz weg­neh­men, sich schä­men und lie­ber ein paar Schrit­te mehr lau­fen, fin­det Till.

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