Die Be­geis­te­rung reißt nicht ab

Über­ra­schung in Ham­burg: Die meis­ten Kon­zert­gän­ger ver­län­gern ih­re Abos

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur - Von Bar­ba­ra Glo­se­mey­er Ti­ckets für die Elb­phil­har­mo­nie sind on­line im In­ter­net er­hält­lich un­ter www.elb­phil­har­mo­nie.de/ de/ti­cke­t­in­for­ma­tio­nen

Die Be­geis­te­rung für die Elb­phil­har­mo­nie reißt fast ein hal­bes Jahr nach ih­rer Er­öff­nung nicht ab: Mehr als zwei Mil­lio­nen Gäs­te ha­ben die Elb­phil­har­mo­nie be­sucht, et­wa 480 000 Be­su­cher ha­ben sich ein Kon­zert an­ge­hört.

Nun könn­te man mei­nen: Wer ein­mal dort ge­we­sen ist, kommt so schnell nicht wie­der, weil die ers­te Neu­gier­de be­frie­digt ist. Das stimmt nicht. Auch zur Über­ra­schung der Ham­bur­ger Kul­tur­be­hör­de ha­ben, wie die Elb­phil­har­mo­nie ges­tern be­stä­tigt hat, 92 (!) Pro­zent der Kon­zert­gän­ger ihr Abo aus der ers­ten Sai­son ver­län­gert.

„Das freut uns na­tür­lich sehr“, sagt der Spre­cher der Kul­tur­be­hör­de, En­no Iser­mann. Das aber ha­be auch zur Fol­ge, „dass deut­lich we­ni­ger Abos für das nächs­te Halb­jahr er­hält­lich sind“.

Bis ges­tern Nach­mit­tag hat­ten 14 000 In­ter­es­sier­te on­line ein Abo be­stellt, dem ge­gen­über ste­hen nur 4000 ver­füg­ba­re Abos. Und weil deut­lich mehr Be­stel­lun­gen als ver­füg­ba­re Abos ein­ge­gan­gen sind, ent­schei­det nun das Los. Der Ein­zel­kar­ten­ver­kauf be­ginnt am 12. Ju­ni um 10 Uhr. „Viel Glück, wenn du ein Kon­zert be­su­chen möch­test, es ist fast al­les aus­ver­kauft“, warn­te in der ver­gan­ge­nen Wo­che so­gar die ame­ri­ka­ni­sche Ta­ges­zei­tung „Wa­shing­ton Post“ih­re Le­ser vor ei­nem all­zu spon­ta­nen Be­such in Häm­börgs Wahr­zei­chen. Die größ­te Ta­ges­zei­tung am Re­gie­rungs­sitz der USA reiht sich ein in die gro­ße in­ter­na­tio­na­le me­dia­le Auf­merk­sam­keit und An­er­ken­nung für das Haus seit der Er­öff­nung.

Von ei­nem schlech­ten Witz und ei­nem nicht zu bän­di­gen Al­ba­tros ha­be sich das Haus hin zu ei­nem ma­gi­schen Ort ent­wi­ckelt und die Stadt ver­wan­delt, schreibt die Wa­shing­ton Post.

Und zum Schluss des Ar­ti­kels, der sich ein­ge­hend mit der Ar­chi­tek­tur und der Akus­tik be­schäf­tigt, heißt es über­schwäng­lich: „Die­ses Ge­bäu­de, hoch über der Stadt mit ih­rer Ha­fen­pro­me­na­de, zeigt, dass Mu­sik im­mer noch die Zeit für ein paar St­un­den stop­pen und die Tri­via­li­tät der Welt aus­lö­schen kann.“

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