Rück­kehr­recht in Voll­zeit kommt nicht

Nah­les und Schulz grei­fen Uni­on an

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite -

Das ge­plan­te Rück­kehr­recht von Teil­zeit in Voll­zeit ist ge­schei­tert. „Das Kanz­ler­amt hat mir mit­ge­teilt, dass ei­ne Ka­bi­netts­be­fas­sung nicht mehr vor­ge­se­hen ist“, teil­te Ar­beits­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les (SPD) am Di­ens­tag mit. „Das ist ent­täu­schend.“Nah­les wie auch SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Martin Schulz war­fen der Uni­on un­ter Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel ei­nen Bruch des Ko­ali­ti­ons­ver­trags vor. Dar­in hat­ten Uni­on und SPD das Rück­kehr­recht ver­ab­re­det.

„Frau Mer­kel ver­hin­dert da­mit das Ge­setz, das für Hun­dert­tau­sen­de Frau­en den Weg aus der Teil­zeit­fal­le be­rei­tet hät­te“, sag­te Nah­les. Den Ar­beit­ge­bern warf sie vor, Druck auf das Kanz­ler­amt aus­ge­übt zu ha­ben. Dem Ge­setz­ent­wurf zu­fol­ge soll­ten Be­schäf­tig­te, die zeit­lich be­grenzt ih­re Ar­beits­zeit ver­rin­gern möch­ten, da­nach zur ur­sprüng­li­chen St­un­den­zahl zu­rück­keh­ren kön­nen. Wäh­rend die Mi­nis­te­rin dies für Un­ter­neh­men ab 15 Be­schäf­tig­ten vor­sah, hät­ten Uni­on und Ar­beit­ge­ber die Schwel­le bei 200 Be­schäf­tig­ten fest­le­gen wol­len. Das hät­te mehr als drei Mil­lio­nen Teil­zeit­be­schäf­tig­te aus­ge­schlos­sen.

Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Pe­ter Alt­mai­er (CDU) wies die SPD-Vor­wür­fe zu­rück. Nah­les ha­be ei­nen Ent­wurf vor­ge­legt, der über den Ko­ali­ti­ons­ver­trag hin­aus­ge­gan­gen sei. Wei­te­re Ge­sprä­che mit den So­zi­al­part­nern sei­en er­geb­nis­los ge­blie­ben.

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