Kanz­le­rin: Bil­dung ist das A und O

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Von Bea­te Ten­fel­de

Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) hat dem So­zi­al­ver­band Deutsch­land (SoVD) für das ho­he En­ga­ge­ment in der Flücht­lings­hil­fe ge­dankt. „Sie sind ein tol­ler Part­ner“, sag­te Mer­kel ges­tern in Ber­lin beim Fest­akt zum 100-jäh­ri­gen Be­ste­hen des SoVD. Dass vie­le Eh­ren­amt­li­che „über ei­ne lan­ge Stre­cke hel­fen“, sei ein Zei­chen für das „gu­te Mit­ein­an­der“in Deutsch­land.

Zugleich rief die Kanz­le­rin zur Zu­rück­hal­tung bei For­de­run­gen nach teu­ren So­zi­al­re­for­men auf. „Men­schen mit Be­hin­de­run­gen sol­len in al­len Be­rei­chen des Le­bens selbst­ver­ständ­lich da­zu­ge­hö­ren“, be­ton­te Mer­kel. For­de­run­gen nach wei­ter­rei­chen­den Ver­bes­se­run­gen hielt sie aber ent­ge­gen: „Wie bei al­len So­zi­al­leis­tun­gen müs­sen wir na­tür­lich auch auf die Kos­ten schau­en – es geht um das Geld der Steu­er­zah­ler.“

Beim An­spruch, ge­sell­schaft­li­che Teil­ha­be und Wohl­stand für mög­lichst al­le Men­schen zu ge­währ­leis­ten, sei ei­ne gu­te Bil­dung „das A und O“. Bei der Al­ters­vor­sor­ge sei auch künf­tig pri­va­te und be­trieb­li­che Ab­si­che­rung ne­ben der ge­setz­li­chen Ren­te nö­tig. Mer­kel be­ton­te, sie hof­fe, dass die ge­plan­te Re­form der Be­triebs­ren­ten vor der Bun­des­tags­wahl ver­ab­schie­det wer­den kön­ne.

Der SoVD for­der­te ei­ne Ge­ne­ral­re­vi­si­on der Hartz-Re­for­men, wie sein Prä­si­dent Adolf Bau­er sag­te. Die Ar­beits­lo­sen soll­ten leich­ter Hartz-IV-Leis­tun­gen be­kom­men kön­nen. Bau­er for­der­te mehr Aus­gleich bei den Ver­mö­gen im Land. „10 Pro­zent der Haus­hal­te in Deutsch­land be­sit­zen 60 Pro­zent des Net­to­haus­halts­ver­mö­gens“, kri­ti­sier­te er. Der SoVD wur­de 1917 als „Bund der Kriegs­teil­neh­mer und Kriegs­be­schä­dig­ten“ge­grün­det.

An­ge­la Mer­kel Fo­to: dpa

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