An­nä­he­rung in Nah­ost nicht in Sicht

Trump be­en­det Is­ra­el-Vi­si­te mit Be­kennt­nis zum Frie­den – Heu­te Tref­fen mit Papst

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - Le­sen Sie auf noz.de/po­li­tik

Nach dem Nah­ost-Be­such von USPrä­si­dent Do­nald Trump zeich­net sich kei­ne neue Frie­dens­in­itia­ti­ve ab. Trump zeig­te sich am Di­ens­tag in Je­ru­sa­lem zwar über­zeugt, dass ein „De­al“zwi­schen Is­rae­lis und Pa­läs­ti­nen­sern mög­lich sei. Kon­kre­te Ver­ein­ba­run­gen zur Wie­der­auf­nah­me der seit 2014 fest­ge­fah­re­nen Ge­sprä­che gab es aber nicht.

Trump sag­te zum Schluss sei­nes Is­ra­el-Be­suchs, es sei „nicht ein­fach“, ein Nah­os­tAb­kom­men zu schlie­ßen. „Aber mit Ent­schlos­sen­heit, ei­nem Kom­pro­miss und dem Glau­ben, dass Frie­den mög­lich ist, kön­nen Is­rae­lis und Pa­läs­ti­nen­ser sich ei­ni­gen“, be­ton­te er bei ei­ner An­spra­che, der auch der is­rae­li­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Ne­tan­ja­hu bei­wohn­te.

„Mei­ne Re­gie­rung wird sich für Frie­den zwi­schen Is­ra­el und den Pa­läs­ti­nen­sern ein­set­zen“, sag­te Trump in sei­ner Re­de. Zugleich be­kräf­tig­te der US-Prä­si­dent ei­nen ewi­gen An­spruch der Ju­den auf das Hei­li­ge Land. „Die­ser Bund ist alt und ewig, er da­tiert Tau­sen­de von Jah­ren zu­rück bis zur Re­gent­schaft Kö­nig Da­vids“, sag­te Trump und ver­sprach: „Mei­ne Re­gie­rung wird im­mer an der Sei­te Is­ra­els ste­hen.“

Zu­vor hat­te Trump ein Ge­spräch mit Pa­läs­ti­nen­ser­prä­si­dent Mahmud Ab­bas in Beth­le­hem ge­führt. Bei dem Tref­fen kün­dig­te der US-Prä­si­dent an, sich mit gan­zer Kraft für ein neu­es Frie­dens­ab­kom­men in Nah­ost ein­set­zen zu wol­len. „Die Kon­flik­te kön­nen nicht ewig dau­ern“, sag­te er. Wie Trump zu ei­ner Lö­sung bei­tra­gen will, sag­te er je­doch nicht. Auch auf die von Ab­bas ge­for­der­te ZweiStaa­ten-Lö­sung ging er nicht ein. Ab­bas be­kräf­tig­te, die Pa­läs­ti­nen­ser woll­ten ei­nen un­ab­hän­gi­gen Staat Pa­läs­ti­na ne­ben Is­ra­el – in den Gren­zen vor 1967 und mit Ost-Je­ru­sa­lem als Haupt­stadt.

Die Nah­ost-Rei­se des USPrä­si­den­ten war mit Span­nung er­war­tet wor­den. An­fang Mai hat­te Ab­bas in Wa­shing­ton die Hoff­nung auf ei­nen „his­to­ri­schen Frie­den“un­ter Trumps Mit­wir­kung ge­äu­ßert. Der US-Prä­si­dent be­ton­te in Je­ru­sa­lem, Ne­tan­ja­hu wie Ab­bas sei­en grund­sätz­lich be­reit, „nach dem Frie­den zu grei­fen“.

Am Di­ens­tag be­such­te der 70-Jäh­ri­ge die Ho­lo­caust-Ge­denk­stät­te Yad Vas­hem. Dort leg­te er ei­nen Kranz zur Er­in­ne­rung an die Op­fer der Na­zi-Herr­schaft nie­der. Von Je­ru­sa­lem aus reis­te Trump am Di­ens­tag nach Rom wei­ter, wo er mit Papst Fran­zis­kus zu­sam­men­tref­fen will. Im An­schluss wird er bei der Na­to in Brüs­sel er­war­tet.

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