Wahr­heit tut gut

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft - M.trim­born@noz.de

WVon Ma­ri­on Trim­born as muss ei­gent­lich noch pas­sie­ren, da­mit die Bun­des­re­gie­rung den Bür­gern rei­nen (grie­chi­schen) Wein ein­schenkt? Es gibt in der Grie­chen­land-Kri­se Wahr­hei­ten, die Kanz­le­rin Mer­kel und Fi­nanz­mi­nis­ter Schäu­b­le nicht län­ger ver­schwei­gen kön­nen. Bei­spie­le ge­fäl­lig?

Die Steu­er­zah­ler wer­den von den Grie­chen­land-Kre­di­ten nur ei­nen Bruch­teil oder gar nichts wie­der­se­hen. Auf das drit­te Ret­tungs­pa­ket, das der­zeit läuft, muss ein vier­tes Ret­tungs­pa­ket fol­gen, mit Schul­den­nach­lass, ver­mut­lich schon im nächs­ten Jahr. Denn sonst wä­re Grie­chen­land plei­te – und den Gr­ex­it schlie­ßen die Eu­ro-Staa­ten ja wei­ter ka­te­go­risch aus.

Al­le ro­si­gen Pro­gno­sen der EU-Kom­mis­si­on zum An­sprin­gen der grie­chi­schen Wirt­schaft wa­ren und sind uto­pisch, weil der Auf­schwung aus­bleibt – ein klei­nes Plus beim Tou­ris­mus ge­nügt nicht.

Grie­chen­land wird sich noch auf Jah­re kein Geld am frei­en Ka­pi­tal­markt be­schaf­fen kön­nen.

Auch wenn sich Mi­nis­ter Schäu­b­le vor der Bun­des­tags­wahl hef­tig da­ge­gen sträubt, den Grie­chen ent­ge­gen­zu­kom­men: Oh­ne wird es nicht ge­hen. Vor der Wahl 2013 war Schäu­b­le mu­ti­ger und kün­dig­te da­mals ein wei­te­res Hilfs­pa­ket an. War­um nicht dies­mal auch?

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