Chicago zu Fuß er­obern

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Den halb­stün­di­gen

Spa­zier­gang am Mon­tag­mor­gen vom Ho­tel zum In­ter­view­part­ner in der Deutsch-Ame­ri­ka­ni­schen Han­dels­kam­mer (AHK) am Chicago Ri­ver emp­fin­det Reporter Je­an-Charles Fays als ei­ne Wohl­tat.

End­lich das ech­te Chicago er­le­ben. Nach zwei Ta­gen mit lan­gen Flü­gen, ei­ner Boots­tour und Bus­rei­sen zu den vie­len Pro­gramm­punk­ten der De­le­ga­ti­ons­rei­se ist der Fuß­marsch ent­lang des Pracht­bou­le­vards Mi­chi­gan Ave­nue ge­nau der rich­ti­ge Ab­schied von der Me­tro­po­le mit 2,7 Mil­lio­nen Ein­woh­nern, be­vor wir in die 110000-Ein­woh­ner-Stadt Evans­vil­le flie­gen. Die Stadt der Wol­ken­krat­zer lässt sich nicht nur zu Fuß er­obern. Ein wei­te­rer Hö­he­punkt ist die Fahrt mit der ober- und un­ter­ir­disch ver­lau­fen­den Bahn zum Flug­ha­fen. Ein Ta­xi hät­te rund 100 Dol­lar ge­kos­tet, die Chicago Tran­sit Aut­ho­ri­ty-Bahn nur drei Dol­lar. Den Weg dort­hin er­fra­ge ich. Nicht ei­ner gibt bei der Fra­ge nach dem Weg zur Bahn ei­ne pat­zi­ge Ant­wort. Im Ge­gen­teil: Die­se of­fen­bar mit der Mut­ter­milch auf­ge­so­ge­ne Of­fen­heit und Hilfs­be­reit­schaft führt mich schnell zum un­ter­ir­di­schen Gleis. Ku­ri­os ist der Weg zum Air­port mit­ten über die Au­to­bahn. Das Gleis­bett ver­läuft nach ei­ni­gen Sta­tio­nen dort, wo zwi­schen den bei­den Rich­tungs­fahr­bah­nen hier­zu­lan­de oft der Grün­strei­fen ist. In Ame­ri­ka ist eben al­les an­ders. An­ge­nehm an­ders.

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