Es wird ge­bag­gert

Maul­wür­fe bei Gärt­nern un­be­liebt

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück - Von Kath­rin Pohl­mann

OSNABRÜCK. Ei­gent­lich ist er ganz nied­lich und so­gar nütz­lich. Denn er ver­tilgt Rau­pen, Schne­cken, En­ger­lin­ge und an­de­re In­sek­ten­lar­ven. Er wä­re si­cher auch be­liebt, wenn die­ses „ei­gent­lich“nicht wä­re. Denn zum We­sen des Maul­wurfs ge­hört es nun mal, dass er gräbt und Erd­hau­fen ver­ur­sacht. Ob eng­li­scher Ra­sen oder Bolz­platz – der Maul­wurf macht da­vor nicht halt. Und das wie­der­um macht ihn bei vie­len Gärt­nern sehr un­be­liebt.

Maul­wurf­has­ser sind krea­tiv, wenn es um die Ver­trei­bung der Tie­re geht. Es ist die Re­de von But­ter­milch, die man in die Gän­ge schüt­ten soll oder ei­nen Sud aus Ho­lun­der­blü­ten, der sie an­geb­lich ver­trei­ben soll. „Je­den Hü­gel von oben öff­nen und zwei Fisch­köp­fe hin­ein­le­gen“, ist ein wei­te­rer Tipp oder ein­fach Mot­ten­ku­geln in die Gän­ge ke­geln. Die Ide­en ken­nen kei­ne Gren­zen. Doch der Maul­wurf ist per Ge­setz ge­schützt. Laut Na­bu ist es ver­bo­ten, ihn auch nur zu stö­ren, ge­schwei­ge denn zu tö­ten. Die Erd­hau­fen ent­ste­hen aus dem Aus­hub­ma­te­ri­al der Gän­ge, die der Maul­wurf im Un­ter­grund gräbt. Mit dem Kopf be­zie­hungs­wei­se dem Rüs­sel be­för­dert er das Erd­ma­te­ri­al nach oben. Die Hü­gel die­nen zur Be­lüf­tung.

Maul­wurf am Werk: Über die Hau­fen freu­en sich die Gärt­ner über­haupt nicht.

Fo­to: im­a­go stock&peop­le

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.