Wie Rad­fah­rer ver­si­chert sein soll­ten

Mehr als 300 000 Draht­esel wer­den je­des Jahr als ge­stoh­len ge­mel­det – So schüt­zen Sie Ihr Ei­gen­tum

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gut Zu Wissen - Von Anet­te Jä­ger Nächs­te Wo­che: Schei­dung und Im­mo­bi­lie.

Für vie­le ist das Fahr­rad das wich­tigs­te Fort­be­we­gungs­mit­tel. Ver­si­che­run­gen bie­ten Schutz bei Dieb­stahl, er­set­zen Re­pa­ra­tur­kos­ten und leis­ten Pan­nen­hil­fe. Was lohnt sich?

Ri­si­ko Dieb­stahl: Mehr als 300 000 Fahr­rä­der wer­den je­des Jahr bei der Po­li­zei als ge­stoh­len ge­mel­det. Der Dieb­stahl ist die größ­te Ge­fahr für den Draht­esel. Weil Fahr­rä­der im­mer wert­vol­ler wer­den – Elek­tro­fahr­rä­der kos­ten oft meh­re­re Tau­send Eu­ro – ist der Ver­lust für den Ei­gen­tü­mer oft ein er­heb­li­cher fi­nan­zi­el­ler Ein­schnitt. Zwei Ver­si­che­run­gen bie­ten Schutz vor Dieb­stahl.

Haus­rat­ver­si­che­rung: Die Haus­rat­ver­si­che­rung deckt den Ein­bruch­dieb­stahl, al­so wenn das Fahr­rad aus ei­nem ab­ge­schlos­se­nen Raum – et­wa ei­ner Ga­ra­ge – ent­wen­det wird. Wem das zu we­nig ist, muss ei­ne zu­sätz­li­che Fahr­rad­klau­sel ver­ein­ba­ren, die den Draht­esel auch ge­gen ein­fa­chen Dieb­stahl schützt. „Neue­re Po­li­cen ver­si­chern das Fahr­rad rund um die Uhr ge­gen Dieb­stahl, auch wenn es im Frei­en parkt. Aber das Rad muss ab­ge­schlos­sen sein“, sagt Bi­an­ca Boss vom Bund der Ver­si­cher­ten. Äl­te­re Po­li­cen ver­si­chern den Fahr­rad­dieb­stahl oft nur zwi­schen 6 und 22 Uhr.

Er­stat­tungs­sum­me: „In der Re­gel reicht der Schutz der Haus­rat­ver­si­che­rung aus“, sagt Boss. Die Ver­si­che­rer er­stat­ten in der Re­gel ein bis zwei Pro­zent der Ver­si­che­rungs­sum­me pro Fahr­rad. Bei ei­ner Sum­me von 70 000 Eu­ro für den Haus­rat macht das bei zwei Pro­zent 1400 Eu­ro pro Fahr­rad. Man­che Ver­si­che­rer bie­ten auch ei­ne Er­stat­tung von fünf Pro­zent an, was sich aber in deut­lich hö­he­ren Bei­trä­gen nie­der­schlägt. Auch Elek­tro­fahr­rä­der, die nicht schnel­ler als mit 25 St­un­den­ki­lo­me­tern un­ter­wegs sind, sind in der Po­li­ce er­fasst. Die Ver­si­che­rer er­set­zen den Neu­wert des Fahr­rads.

Fahr­rad­ver­si­che­rung: Wer ein sehr wert­vol­les Fahr­rad be­sitzt, kann es über ei­ne spe­zi­el­le Fahr­rad­ver­si­che­rung schüt­zen. Sol­che Po­li­cen wer­den meist von spe­zia­li­sier­ten Ver­si­che­rungs­mak­lern an­ge­bo­ten oder von Fahr­rad­clubs. „Die Ver­si­che­run­gen sind aber kost­spie­lig“, warnt Boss. Ein 3000 Eu­ro teu­res Fahr­rad kann man für rund 130 Eu­ro im Jahr ver­si­chern, aber auch für mehr als 300 Eu­ro. Die Spe­zi­al­po­li­cen über­neh­men häu­fig auch Re­pa­ra­tur­kos­ten.

Fahr­rad­schutz­brief: Schutz­brie­fe für das Fahr­rad ge­wäh­ren Hil­fe, wenn das Rad ge­klaut wur­de oder es zu ei­nem Un­fall kam. So wer­den zum Bei­spiel Trans­port­kos­ten zur nächs­ten Werk­statt über­nom­men. Oft­mals steht ei­ne 24-St­un­den-Hot­li­ne zur Ver­fü­gung, die Adres­sen von Werk­stät­ten in der Nä­he nennt. Die Ent­schä­di­gungs­gren­zen sind zwar li­mi­tiert, aber auf Rei­sen mit dem Rad kann so ein Schutz­brief für 10 bis 15 Eu­ro Bei­trag im Jahr die Ner­ven scho­nen. Ei­ne Lang­fas­sung die­ses Tex­tes fin­den Sie auf noz.de/fi­nanz­tipp

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