Lie­bes­er­klä­rung an die La­ger­hal­le

Ka­ba­ret­tist Wil­fried Schmick­ler kommt für zwei Auf­trit­te nach Os­na­brück

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur Regional -

Wil­fried Schmick­ler prä­sen­tiert in der Os­na­brü­cker La­ger­hal­le an zwei Aben­den sein Pro­gramm „Das Letz­te“. Im In­ter­view spra­chen wir mit dem rhei­ni­schen Grant­ler über Fuß­ball, Me­di­en, Wort­schöp­fun­gen und Lam­pen­fie­ber.

Von Tom Bull­mann

Herr Schmick­ler, Ihr Me­tier ist das Ka­ba­rett, in dem die Po­li­tik nicht zu kurz kommt. Wo­her be­zie­hen Sie be­vor­zugt Ih­re The­men und In­for­ma­tio­nen?

In der Re­gel ist mei­ne ers­te In­for­ma­ti­ons­quel­le die Ta­ges­zei­tung. Beim Le­sen ha­be ich mei­ne Ru­he. Ich kann et­was zwei­mal le­sen, wenn ich es nicht rich­tig ver­stan­den ha­be. Da­her ist mir die Zei­tungs­lek­tü­re wich­ti­ger als die Fern­seh­nach­rich­ten am Abend.

Das heißt, Sie sind Tra­di­tio­na­list, der sich nach dem Auf­ste­hen mit ei­ner Zei­tung an den Früh­stücks­tisch setzt?

Ge­nau. Das Ers­te, was ich mor­gens ma­che, ist, die drei bis vier Zei­tun­gen zu le­sen, die ich für wich­tig hal­te.

Be­kom­men Sie ob der In­for­ma­tio­nen, die Sie da ser­viert be­kom­men, kei­ne schlech­te Lau­ne?

Da­mit das nicht pas­siert, le­se ich zu­erst den Sport­teil. Aber als ge­bür­ti­ger Le­ver­ku­se­ner be­kom­me ich dann auch schlech­te Lau­ne.

Ich ha­be aber ge­hört, dass Sie schon seit ge­rau­mer Zeit Fortu­na-Köln-Fan sind.

Das ist rich­tig, ich bin Fortu­na-Köln-Mit­glied. In­ter­es­san­ter­wei­se spielt die Fortu­na jetzt in der­sel­ben Li­ga wie der VfL Os­na­brück. Lei­der ha­ben wir euch jetzt die Auf­stiegs­chan­cen ver­saut. Aber wir brauch­ten die Punk­te selbst.

Apro­pos Os­na­brück. Sie ha­ben Ihr ak­tu­el­les Pro­gramm „Das Letz­te“vor ziem­lich ge­nau ei­nem Jahr be­reits in der La­ger­hal­le prä­sen­tiert. Jetzt ge­ben Sie es dort noch ein­mal an zwei Aben­den. Da könn­ten Sie auch vor ge­nau­so viel

Leu­ten mit ei­nem Ab­wasch in der Os­na­brück-Hal­le auf­tre­ten.

Das ist rich­tig. Aber die La­ger­hal­le ist ein­fach ei­ner mei­ner Lieb­lings­auf­tritts­or­te in Deutsch­land. Grund­sätz­lich fin­de ich schon ein­mal das Kon­zept ei­nes so­zio­kul­tu­rel­len Zen­trums klas­se. Au­ßer­dem wird der La­den gut in Schuss ge­hal­ten, er ist aus­ge­zeich­net or­ga­ni­siert und bie­tet ein viel­fäl­ti­ges An­ge­bot. Ich bin ein­fach un­heim­lich gern in der La­ger­hal­le. Und die Räu­me sind schön.

Nicht nur Ko­mö­di­an­ten, auch Ka­ba­ret­tis­ten ar­bei­ten heu­te gern mit mo­der­nen Me­di­en. Wird man bei Ih­nen dem­nächst auch Film­chen, Fo­tos und Ähn­li­ches zu se­hen be­kom­men? Al­les, was da­zu bei­trägt, ei­nen Abend un­ter­halt­sam zu ge­stal­ten, ist er­laubt. Mir ist der Auf­wand mit sol­chen Sa­chen al­ler­dings zu groß und das Ri­si­ko, dass et­was schief­geht. Man macht sich schnell von der Tech­nik ab­hän­gig. Au­ßer­dem: Ich ken­ne mich mit die­sen Me­di­en gar nicht so gut aus. Ich bin ja ein Old­school-Ka­ba­ret­tist. Ei­ner von der aus­ster­ben­den Sor­te.

Ha­ben Sie ei­gent­lich trotz Ih­rer jahr­zehn­te­lan­gen Er­fah­rung noch Lam­pen­fie­ber?

Klar. Ge­ra­de an Or­ten wie Os­na­brück, an de­nen ich schon so oft auf­ge­tre­ten bin und wo das Pu­bli­kum mit gu­ten Ka­ba­rett­pro­gram­men ver­wöhnt wird.

Schon 2016 prä­sen­tier­te Wil­fried Schmick­ler in der La­ger­hal­le sein ak­tu­el­les Pro­gramm „Das Letz­te“. Fo­to: Micha­el Grün­del

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