An­kla­ge we­gen Ar­chiv-Ein­sturz in Köln er­ho­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Weltspiegel -

Acht Jah­re nach dem Ein­sturz des Köl­ner Stadt­ar­chivs hat die Staats­an­walt­schaft An­kla­ge we­gen fahr­läs­si­ger Tö­tung und Bau­ge­fähr­dung er­ho­ben. Die An­kla­ge rich­tet sich ge­gen sie­ben Per­so­nen, die am Aus­bau der U-Bahn be­tei­ligt wa­ren. Es ge­he um zwei Be­schäf­tig­te der Köl­ner Ver­kehrs-Be­trie­be (KVB) und um fünf Mit­ar­bei­ter der be­tei­lig­ten Bau­fir­men, sag­te Ober­staats­an­walt Ul­rich Bre­mer am Mitt­woch.

Das größ­te deut­sche Kom­mu­nal­ar­chiv war am 3. März 2009 ein­ge­stürzt. Zwei An­woh­ner star­ben, der Scha­den be­lief sich auf mehr als ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro.

Die Staats­an­walt­schaft wirft zwei der An­ge­klag­ten vor, beim Aus­schach­ten auf ein Hin­der­nis ge­sto­ßen zu sein, das sie nicht be­sei­ti­gen konn­ten. Sie hät­ten je­doch den Aus­hub ein­fach fort­ge­setzt.

Im Schat­ten des nicht be­sei­tig­ten Hin­der­nis­ses sei da­durch ei­ne Erd­plom­be ent­stan­den, ein Loch in der Wand der un­ter­ir­di­schen Bau­stel­le. Die­se Erd­plom­be ha­be am 3. März 2009 schlag­ar­tig nach­ge­ge­ben, wo­durch gro­ße Men­gen Sand, Kies und Was­ser ins In­ne­re der Bau­gru­be ab­ge­flos­sen sei­en. Da­durch wur­de dem Stadtarchiv nach Darstel­lung der Staats­an­walt­schaft buch­stäb­lich der Bo­den ent­zo­gen, so­dass es zu­sam­men­brach.

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