Über 130 Teams beim Mai­baum­wett­be­werb

Groß­ar­ti­ge Stim­mung bei NOZ-Par­ty im Alan­do Pa­lais

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrücker Land - Von Clau­dia Sar­ra­zin

Die Sie­ger der 15. Auf­la­ge des Mai­baum-Wett­be­werbs der NOZ ste­hen fest: Bei ei­ner gro­ßen Par­ty im Alan­do in Os­na­brück wur­den am Abend vor Chris­ti Him­mel­fahrt fünf Bäu­me aus­ge­zeich­net, die klei­ner als acht Me­ter sind, zehn Bäu­me, die grö­ßer als acht Me­ter sind, und drei Bäu­me ge­wan­nen in der Son­der­ka­te­go­rie „Fo­to­ak­ti­on“.

Mehr als 130 Teams hat­ten sich in die­sem Jahr am Mai­baum-Wett­be­werb der Neu­en OZ be­tei­ligt. Die oft­mals mit viel Lie­be und Krea­ti­vi­tät ge­schmück­ten Mai­bäu­me wur­den in zwei Ka­te­go­ri­en – Bäu­me bis acht Me­ter und Bäu­me über acht Me­ter Hö­he – von der Ju­ry be­wer­tet. Die Ju­ry­mit­glie­der Gui­do Hart­stang (NOZ), Con­stan­tin Bin­der (NOZ), Marc Kapp­ler (Au­to­haus Ra­hen­brock) und Burk­hard Rie­pen­hoff (Land­kreis Os­na­brück) lie­ßen in ih­re Ent­schei­dung das Er­geb­nis des On­line-Vo­tings mit ein­flie­ßen und hat­ten den­noch die Qu­al der Wahl.

Vie­le Mai­baum-Teams hat­ten wie das Team „Cam­ping­platz Fuchs­bau Lud­wigsee“schon Stamm­plät­ze im Alan­do, von de­nen aus die gut ge­laun­ten Par­ty­gäs­te der Sie­ger­eh­rung ent­ge­gen­fie­ber­ten. Die Cam­per vom Lud­wigsee über­brück­ten die Zeit mit ers­ten Schun­kel­run­den und spe­ku­lier­ten: „Wir sind si­cher im Fi­na­le.“Dann be­grüß­te Hart­stang al­le und er­klär­te un­ter dem Ju­bel sei­ner Zu­hö­rer: „Viel­falt ist Trumpf, Ge­mein­schaft ist Trumpf, Spaß ist Trumpf – und ge­nau­so soll es beim Mai­baum­Wett­be­werb der NOZ auch sein.“Au­ßer­dem be­ton­te er, beim gan­zen Wett­be­werb gin­ge es letzt­end­lich nicht um ein Ge­gen­ein­an­der, son­dern ein Mit­ein­an­der: „Wir hier in der Re­gi­on stel­len et­was auf die Bei­ne. Wir las­sen an­de­re teil­ha­ben. Wir ha­ben Spaß und fei­ern zu­sam­men“, so Hart­stang, be­vor er das Pro­ze­de­re der Beur­tei­lung und die Ar­beit der Ju­ry er­läu­ter­te. Auch Ju­ry-Mit­glied Rie­pen­hoff hat­te vor­her schon der Re­dak­ti­on er­klärt: „Wenn so ein Mai­baum in ei­ner Nach­bar­schaft die Freund­schaft för­dert und nur ein Nach­bar­schafts­ver­fah­ren vor Ge­richt da­durch ver­hin­dert wird, ist schon viel ge­won­nen.“

NOZ-Re­dak­teur Stefan Al­ber­ti prä­sen­tier­te ge­mein­sam mit Hart­stang und Rie­pen­hoff die Ge­win­ner auf der Büh­ne des Alan­do Pa­lais in Os­na­brück. Das Team „Cam­ping­platz Fuchs­bau Lud­wigsee“aus Mel­le, das 2015 zum ers­ten Mal „just for fun“– al­so rein aus Spaß – mit­ge­macht hat­te, be­leg­te be­reits 2016 Platz fünf in der Ka­te­go­rie „Bäu­me klei­ner als acht Me­ter“. „Su­per, da­mit ha­ben wir nicht ge­rech­net“, rief Ralf In­gen­pass vom „Fuchs­bauTeam“nach de­ren Sie­ger­tanz auf der Büh­ne. Al­ber­ti kom­men­tier­te die Freu­de der Cam­per: „Ich will gar nicht wis­sen, was mor­gen auf dem Cam­ping­platz los ist.“Die „Nach­bar­schaft am Pin­gel­strang 46–56“aus Wal­len­horst konn­te sich eben­falls ein­deu­tig ver­bes­sern: Nach Platz vier im ver­gan­ge­nen Jahr be­leg­ten die Wal­len­hors­ter dies­mal den zwei­ten Platz.

Ih­ren ers­ten Preis des Abends ge­wann „Die Mai­baum Gm­vD (Ge­sell­schaft mit viel Durst)“aus Bram­sche bei der tra­di­tio­nel­len Ver­lo­sung der Mai­baum-Par­ty: Die gut ge­laun­ten Bram­scher konn­ten sich über 16 Kar­ten für das Ger­ry-We­berOk­to­ber­fest in Hal­le freu­en. Zwar hoff­ten sie un­ab­hän­gig da­von auf ih­ren zwei­ten Sieg beim Mai­baum-Wett­be­werb, doch Jens Ko­schnick fand: „Ei­gent­lich geht es nicht dar­um, ob man ge­winnt oder nicht. Wir sind ein­fach ei­ne schö­ne Ge­mein­schaft.“

Bei den Mai­bäu­men der Wett­be­werbs­ka­te­go­rie „grö­ßer als acht Me­ter“wa­ren acht Teams be­reits 2016 un­ter den Top 10 ge­we­sen. Al­ler­dings gab es so­wohl Auf- als auch Ab­stei­ger: Über den ers­ten Platz freu­te sich „Die Mai­baum Gm­vD (Ge­sell­schaft mit viel Durst)“aus Bram­sche un­bän­dig. Die Bram­scher ju­bel­ten ei­gent­lich schon sie­ges­si­cher, als der drit­te Platz ge­nannt wur­de. Die Grup­pe hat­te sich dies­mal et­was ganz Be­son­de­res aus­ge­dacht und ein Stor­chen­nest oben auf den Mai­baum ge­setzt: „Denn vor zwan­zig Jah­ren war bei uns in Bram­sche das letz­te Mal ein Stor­chen­paar. Das ist für uns ein sehr emo­tio­na­les The­ma“, er­klär­te Ko­schnick.

Und sonst so? Um zwei Plät­ze ver­bes­sert hat­ten sich die dies­jäh­ri­gen Zweit­plat­zier­ten: „Die Nach­bar­schaft Kuh­len-Dob­ben“aus Bad Es­sen. Ei­nen Platz ab­ge­stie­gen ist je­doch das Team vom „Jeg­ge­ner Krei­sel“in Bis­sen­dorf: Es wur­de dies­mal Drit­ter, nach Platz zwei in 2016. Aber auch die Bis­sen­dor­fer fan­den: „Al­les gut.“Sie ha­ben bei al­len 15 bis­he­ri­gen Mai­baum-Wett­be­wer­ben der NOZ mit­ge­macht und wur­den von Al­ber­ti ge­lobt: „Das ist ech­te Mai­baum­tra­di­ti­on.“Und auf 15 Teil­nah­men konn­ten bei der gro­ßen Par­ty im Alan­do nur we­ni­ge an­de­re Mai­baum­teams zu­rück­bli­cken.

Au­ßer­dem gab es in die­sem Jahr ei­ne Neue­rung: Al­le Teams wa­ren auf­ge­ru­fen, die Ent­wick­lung ih­res Mai­bau­mes fo­to­gra­fisch zu do­ku­men­tie­ren und die Bil­der auf www.noz.de/mai­baum hoch­zu­la­den. Für die krea­tivs­ten Fo­to­do­ku­men­ta­tio­nen wur­den fol­gen­de Mai­baum­Teams bei der Alan­do-Par­ty aus­ge­zeich­net: „Die Mai­bau­meu­len“aus Wal­len­horst und die „Nach­bar­schaft El­ler­kamp“aus Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te so­wie „Die Al­len­dor­fer“aus Hil­ter.

Die Hän­de zum Him­mel hieß es bei der NOZ-Mai­baum­par­ty im Alan­do. Fo­to: Swa­ant­je Heh­mann

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