PRESSESCHAU

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Vie­le Zei­tun­gen kom­men­tie­ren den An­schlag in Man­ches­ter: (Lon­don) „Jun­ge und wü­ten­de Dschi­ha­dis­ten konn­ten oh­ne gro­ße Schwie­rig­kei­ten hin­und her­rei­sen zwi­schen Groß­bri­tan­ni­en und Li­by­en, das als ei­ner der ge­fähr­lichs­ten ge­schei­ter­ten Staa­ten der Welt gilt. Über die Tra­gö­die des Man­ches­terMas­sa­kers hin­aus gibt es in Groß­bri­tan­ni­en und in der EU das be­un­ru­hi­gen­de Ge­fühl, dass da­bei ei­ne enor­me Ge­fahr für die na­tio­na­le Si­cher­heit über­se­hen wur­de. Die Ge­setz­lo­sig­keit in Li­by­en ist zum Nähr­bo­den für IS-Ter­ror­grup­pen, Ver­bün­de­te der Al-Kai­da, Mi­li­zen und kri­mi­nel­le Ban­den ge­wor­den, die mit dem Men­schen­schmug­gel über das Mit­tel­meer in die EU reich wer­den.“ „Beim Blick auf den Wer­de­gang des Tä­ters wächst die Rat- und Hilf­lo­sig­keit. Oft fra­gen wir ja je­ne is­la­mi­schen Ge­mein­den, in de­ren Um­feld sol­che Ju­gend­li­chen auf­wach­sen: Wer­den An­zei­chen für Fa­na­tis­mus recht­zei­tig er­kannt? Ge­hen Mus­li­me klar ge­nug auf Dis­tanz zu je­nen, die ih­ren Glau­ben per­ver­tie­ren? Der Imam der Ge­mein­de des Tä­ters von Man­ches­ter tat dies of­fen­bar, pre­dig­te ge­gen den IS – und ver­lor den jun­gen Mann aus dem Blick, weil der sich ab­wen­de­te. Was tun in so ei­nem Fall?“ (Prag) „War­um ist das Ri­si­ko man­cher­orts grö­ßer und an­dern­orts klei­ner? Man­ches­ter, Lon­don, Pa­ris, Niz­za, Brüssel, Berlin, Ko­pen­ha­gen, Stock­holm. Die Lis­te ist nur ein Aus­zug, doch es scheint, dass sich die Be­rei­che die­ser kri­mi­nel­len Pa­tho­lo­gie mehr oder we­ni­ger mit den Ge­bie­ten so­zia­ler Pa­tho­lo­gi­en de­cken – mit der Ver­brei­tung von Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten, No-goAre­as und ge­schei­ter­ten In­te­gra­ti­ons­ver­su­chen.“ (Brüssel) „Den An­stren­gun­gen, die Ord­nungs- und Si­cher­heits­diens­te mitt­ler­wei­le Tag und Nacht un­ter­neh­men, um die Ge­fahr von An­schlä­gen ein­zu­däm­men, lässt sich kaum noch et­was hin­zu­fü­gen. Ein­mal mehr hat­te man ei­nen mut­maß­li­chen Tä­ter zu­vor auf dem Ra­dar. Als ei­nen von Tau­sen­den, von de­nen höchs­tens ei­ni­ge Hun­dert sys­te­ma­tisch be­ob­ach­tet wer­den kön­nen. Selbst ei­ne Ver­viel­fa­chung der Kon­trol­len bringt kei­ne hun­dert­pro­zen­ti­ge Si­cher­heit.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.