Auf schlech­te Zei­ten vor­be­rei­ten

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft - Ak­tu­el­les@noz.de

Das ist ein Jah­res­auf­takt, der sich se­hen las­sen kann. Den deut­schen Un­ter­neh­men geht es mehr als gut. Zwei Drit­tel konn­ten ih­re Ge­win­ne stei­gern, es wird mehr in­ves­tiert, neue Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt. Auf der ho­hen Kan­te lie­gen noch knapp 100 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Na­tür­lich gibt es gro­ße Un­ter­schie­de. Die Ver­sor­ger kämp­fen mit dem Um­bruch in ih­rer In­dus­trie, Ex­por­tun­ter­neh­men freu­en sich stär- Von Bri­git­te Schol­tes

ker über den nied­ri­gen Eu­ro als sol­che, die ihr we­sent­li­ches Ge­schäft im Eu­ro­raum ab­wi­ckeln. Doch ins­ge­samt kön­nen sie nicht kla­gen. Im Ge­gen­teil: Die Ge­schäf­te lau­fen so gut, dass sie all­mäh­lich ih­re In­ves­ti­ti­ons­zu­rück­hal­tung auf­ge­ben – was drin­gend er­for­der­lich ist. Denn es ste­hen gro­ße Um­brü­che an. Der größ­te ist die Di­gi­ta­li­sie­rung. Die ver­än­dert in vie­len Bran­chen die Ge­schäfts­mo­del­le. In der Au­to­in­dus­trie wer­den Mit­tel für die Um­stel­lung auf die Elek­tro­mo­bi­li­tät be­nö­tigt. Und nicht nur in der Fi­nanz­bran­che müs­sen sich die Un­ter­neh­men neu­en Re­geln an­pas­sen. Das al­les for­dert fi­nan­zi­el­le An­stren­gun­gen. Des­halb wä­ren die Un­ter­neh­men in der ak­tu­ell her­vor­ra­gen­den Wirt­schafts­la­ge gut be­ra­ten, sich auf wie­der schlech­te­re Zei­ten vor­zu­be­rei­ten – in­dem sie ihr Ge­schäft neu aus­rich­ten, ge­ge­be­nen­falls Zu­käu­fe tä­ti­gen oder sich ver­schlan­ken. Dann wä­ren sie fit für die Zu­kunft und kä­men auch mit wid­ri­ge­ren Um­stän­den gut zu­recht. Ih­re Mit­ar­bei­ter und der Steu­er­zah­ler wür­den es ih­nen dan­ken.

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