Bund für Neu­bau der Frie­sen­brü­cke in Wee­ner

Haus­halts­aus­schuss des Bun­des­tags muss noch zu­stim­men

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Nordwest - Von Mir­co Moor­mann

WEE­NER. Gut ein­ein­halb Jah­re nach dem Zu­sam­men­stoß ei­nes Schif­fes mit der Frie­sen­brü­cke in Wee­ner kommt vom Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um der Vor­schlag ei­nes Teil­neu­baus als Dreh­brü­cke. Der Bund soll die Kos­ten für den Bau, der nicht vor dem Jahr 2024 fer­tig sein wird, über­neh­men.

Bei ei­nem Be­such im Or­ga­ne­um in Wee­ner teil­te der par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär beim Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur, Enak Fer­le­mann (CDU), ges­tern die neu­en Plä­ne des Mi­nis­te­ri­ums mit. Dem­nach kos­te der Teil­neu­bau der Brü­cke, die deut­lich brei­ter er­stellt wer­den soll als bis­lang, et­wa 49 Mil­lio­nen Eu­ro. Das Land Nie­der­sach­sen be­tei­ligt sich mit fünf Mil­lio­nen Eu­ro an den Kos­ten, von der Ver­si­che­rung des Un­glücks­schif­fes „Ems­moon“wer­den vier Mil­lio­nen Eu­ro ge­zahlt. Den Rest wer­de nach der­zei­ti­gem Stand dann der Bund über­neh­men.

Si­gnal aus der Re­gi­on

Der Bund kön­ne, so Fer­le­mann, die Kos­ten über­neh­men, wenn „das Aus­bau­ver­lan­gen aus der Re­gi­on kommt“. Die­ses Si­gnal hät­ten Ver­tre­ter der Land­krei­se Ems­land und Leer so­wie die Bür­ger­meis­ter aus Pa­pen­burg, Westo­ver­le­din­gen und Wee­ner in ei­nem eben­falls am Frei­tag ge­führ­ten Ge­spräch „uni­so­no“be­stä­tigt, so Fer­le­mann.

Vor­aus­set­zung für den Bau mit Bun­des­mit­teln sei die Zu­stim­mung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums und des Haus­halts­aus­schus­ses des Bun­des­tags En­de Ju­ni. Die Ge­sprä­che in Ber­lin zur Frie­sen­brü­cke wür­den be­reits ge­führt, so Fer­le­mann, es müss­ten aber noch „ei­ni­ge Hür­den ge­nom­men wer­den“. Zu­dem müs­se für das Vor­ha­ben ein Pl­an­fest­stel­lungs­ver­fah­ren in die We­ge ge­lei­tet wer­den. So­mit wer­de nicht vor dem Jahr 2020 mit dem Bau be­gon­nen wer­den kön­nen. Die­ser neh­me dann min­des­tens vier Jah­re in An­spruch.

Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann (CDU), die Fer­le­mann ein­ge­la­den hat­te, er­gänz­te, dass das Vor­ha­ben nur durch „ei­nen Schul­ter­schluss al­ler Be­tei­lig­ten“er­folg­reich sein kön­ne. Al­le Ak­teu­re, auch das Land Nie­der­sach­sen, müss­ten ge­schlos­sen auf­tre­ten.

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