Leb‘ wohl, lie­ber Ye­ti!

Der Nach­fol­ger Ka­roq soll die Ver­kauf­zah­len deut­lich top­pen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kfzwelt - Von Wolf­gang Wieland

STOCK­HOLM. Sko­da hat es wahr ge­macht und den er­folg­rei­chen Ye­ti in die ewi­gen Jagd­grün­de ge­schickt. Der Kom­pakt-SUV mit ei­gen­stän­di­gem De­sign war so be­liebt, dass Sko­da seit 2009 pro Jahr welt­weit über 100000 Stück ver­kau­fen konn­te, 20 000 da­von in Deutsch­land. Der Nach­fol­ger heißt Ka­roq, ist An­fang No­vem­ber ab ca. 21 000 Eu­ro er­hält­lich und „soll die Ver­kaufs­zah­len des Ye­ti deut­lich top­pen“, ver­rät Sko­da-Chef Bern­hard Mai­er. Das wird wohl ge­lin­gen, denn der Ka­roq sieht aus, wie ein klei­ner Ko­diaq, der nach we­ni­gen Mo­na­ten zum Best­sel­ler avan­cier­te.

Es ist ir­gend­wie scha­de, dass der Ye­ti nach nur acht Jah­ren nicht mehr sein darf. Je­der kennt den uri­gen, wu­sche­li­gen Na­mens­ge­ber. Und wo­für steht Ka­roq? Wie beim gro­ßen Bru­der Ko­diaq, stammt der Na­me von den Ur­ein­woh­nern aus dem Wes­ten des US-Bun­des­staa­tes Alas­ka und be­deu­tet so viel wie Pfeil – wie der ge­flü­gel­te im Sko­da-Lo­go. Ka­roq steht aber auch für die eng­lisch­spra­chi­gen Be­grif­fe Car und Rock, al­so Au­to und Fel­sen, was wohl die Ge­län­de­fä­hig­keit des All­roun­ders un­ter­strei­chen soll. Sko­da möch­te ei­ne ein­heit­li­che Ter­mi­no­lo­gie für sei­ne SUV-Mo­del­le ha­ben. Vorn das K, hin­ten ein Q.

Der Ka­roq ist 4,38 Me­ter lang, 1,84 Me­ter breit und 1,61 Me­ter hoch, das sind na­he­zu die Ma­ße des Kon­zern­bru­ders Seat Ate­ca. Kein Wun­der, Sko­das Kom­pakt-SUV ba­siert auf dem selbst­be­wuss­ten Spa­nier und wird zu­sam­men mit ihm im tsche­chi­schen Sko­da-Werk Kva­si­ny ge­fer­tigt. Aber tra­di­tio­nell hat ein Sko­da im­mer et­was Be­son­de­res zu bie­ten. Hier ist es der va­ria­ble und dop­pel­bö­di­ge Kof­fer­raum mit ei­nem Min­dest­vo­lu­men von 521 Li­tern, wenn die zwei­te Rei­he um­ge­klappt wird, sind es gar 1630 Li­ter. Mit der ver­schieb- und aus­bau­ba­ren, aber auf­preis­pflich­ti­gen Va­rio-Flex-Rück­bank wird der Stau­raum noch va­ria­bler, aber dann gibt es ei­ne un­schö­ne und un­prak­ti­sche Stu­fe hin­ter der zwei­ten Sitz­rei­he. Vor­teil der drei­tei­li­gen Va­rio-Rück­bank: Der Ka­roq wird mit 1810 Li­ter Fas­sungs­ver­mö­gen zum Klein­trans­por­ter. Und auf al­len fünf Sitz­plät­zen fin­den auch groß­ge­wach­se­ne Pas­sa­gie­re viel Platz.

Zum Markt­start ste­hen fünf Trieb­wer­ke, zwei Ben­zi­ner und drei Die­sel, al­le­samt mit Tur­bo­auf­la­dung zur Ver­fü­gung. Der Ba­sis­mo­tor ist ein 1,0- Li­ter-Drei zy­lin­der­ben­zi­ner mit 115 PS, Top-Ag­gre­gat ist ein 190 PS star­ker 2,0-Li­ter-Die­sel mit 400 New­ton­me­ter Dreh­mo­ment, der se­ri­en­mä­ßig mit All rad­an­trieb und dem be­kann­ten Sie­ben gang-Dop­pel kupp­lungsg et rie­beDSG kom­bi­niert ist. Da­mit sprin­tet der Ka­roq in 7,8 Se­kun­den von null auf 100 km/h und wird ma­xi­mal 211 km/h schnell. Der Ver­brauch soll durch­schnitt­lich bei 5,3 Li­tern Die­sel auf 100 Ki­lo­me­ter lie­gen. Kom­plett neu ist ein 1,5-Li­ter-Tur­bo­ben­zi­ner mit 150 PS und Zy­lin­der ab­schal­tung, der den Vor­gän­ger mit 1,4 Li­tern Hu­b­raum er­setzt. Zur Kraft­über­tra­gung mit fünf Fahr­mo­di dient wahl­wei­se ein Sechs gang Hand schalt­ge­trie­be ode rein Sie­ben­gang-DSG.

Der In­nen­raum ist auf­ge­räumt und hochwertig in der Ver­ar­bei­tung. Der Clou ist die kom­plet­te Ver­net­zung mit Fahras­sis­ten­ten, In­ter­net und Co. so­wie das frei­pro­gram­mier­ba­re und voll di­gi­ta­le In­stru­men­ten pa­nel.

Fa­zit: Ein wirk­lich gro­ßer Wurf ist Sko­da mit dem Ka­roq ge­lun­gen, wenn nur die­ser Na­me nicht wä­re.

Fo­tos: Sko­da

Der Sko­da Ka­roq ba­siert auf dem Seat Ate­ca.

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