Frust bei Feu­er­wehr

Im­mer Är­ger mit der Ret­tungs­gas­se

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kfzwelt -

KÖLN. Bei Un­fäl­len auf Au­to­bah­nen ha­ben Ret­tungs­diens­te im­mer wie­der Pro­ble­me we­gen feh­len­der Ret­tungs­gas­sen. Aus der Not her­aus wol­len Hel­fer nun da­zu über­ge­hen, blo­ckie­ren­de Au­to­fah­rer an­zu­zei­gen. Zu­letzt hat­te et­wa die Feu­er­wehr aus dem hes­si­schen Mör­fel­den nach ei­nem Un­fall auf der A5 mit ei­nem ent­spre­chen­den Schritt ge­droht.

In der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ist das Bil­den ei­ner Ret­tungs­gas­se klar ge­re­gelt: Bei sto­cken­dem Ver­kehr oder Kom­plettstill­stand muss zwi­schen dem äu­ßerst lin­ken und dem un­mit­tel­bar rechts da­ne­ben­lie­gen­den Fahr­strei­fen ei­ne Durch­fahrt für Ret­tungs­fahr­zeu­ge frei­ge­hal­ten wer­den. In der Pra­xis wird die Gas­se in den meis­ten Fäl­len aber erst kurz­fris­tig ge­bil­det, wenn von hin­ten ein Ret­tungs­fahr­zeug naht. Ste­hen die Au­tos schon dicht an dicht, ist das oft nicht mehr mög­lich.

Der Buß­geld­ka­ta­log sieht für sol­che Fäl­le ein Buß­geld von 20 Eu­ro vor. Stren­ger be­straft wird, wer die Ret­tungs­gas­se nutzt, um selbst schnel­ler vor­an zu kom­men. Das gilt als „Über­ho­len auf der rech­ten Spur“und wird mit 100 Eu­ro und ei­nem Punkt in Flens­burg ge­ahn­det.

Nicht im­mer aber sind Au­to­fah­rer die schul­di­gen, wenn es mit der Ret­tungs­gas­se nicht klappt. Vor al­lem in Bau­stel­len ist Fahr­bahn­brei­te oft zu eng, um zwi­schen den Fahr­strei­fen Platz für ein wei­te­res Fahr­zeug zu schaf­fen.

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