Wo ein Wil­le ist …

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Leserbriefe - Dr. med Chris­ti­an Schuldt Os­na­brück

Zum schlech­ten Ab­schnei­den der Stadt Os­na­brück beim jüngst vor­ge­stell­ten „Fahr­rad­kli­ma-Test 2016“(Aus­ga­be vom 20. Mai).

„Bis jetzt sind am Wall und den al­ler­meis­ten gro­ßen Aus­fahrt­stra­ßen kei­ne ei­ge­nen Fahr­rad­we­ge – ab­ge­kop­pelt von der Au­to­spur – an­ge­legt. Die bis­he­ri­ge Fahr­rad­weg­füh­rung am Wall ist vie­les, aber nicht si­cher. Das Os­na­brü­cker Dau­er­pro­blem mit dem Stick­oxid­aus­stoß ist be­kannt.

War­um pral­len Po­si­tiv­bei­spie­le wie öf­fent­li­che (Gra­tis-)Fahr­rad­aus­leih­sys­te­me (zum Bei­spiel Ham­burg), fahr­rad­freu­di­ge Stadt­pla­nun­gen (zum Bei­spiel Ko­pen­ha­gen) oder das Fahr­rad­land Nie­der­lan­de an die­ser Stadt so ab?

Mit­hil­fe von Elek­tro­fahr­rä­dern wä­re ein Um­stieg vie­ler Ar­beit­neh­mer für den Weg zur Ar­beit aus dem nä­he­ren Os­na­brü­cker Um­land viel­leicht denk­bar. Da­für be­darf es si­che­rer, gut aus­ge­bau­ter Fahr­rad­we­ge. Ein Pla­kat vor dem Stadt­haus schafft noch kei­nen Fahr­rad­weg.

Zur Fi­nan­zie­rung ei­ne An­re­gung: Wir ha­ben ge­ra­de von den öko­lo­gi­schen Ak­ti­vi­tä­ten vie­ler Stif­tun­gen ge­hört. Wie wä­re es mit ei­ner Ko­ope­ra­ti­on mit die­sen, um be­trieb­li­che fi­nan­zi­el­le An­rei­ze zur För­de­rung der Fahr­rad­nut­zung für den Ar­beits­weg zu schaf­fen? Mög­li­cher­wei­se lässt sich auch ei­ne Kran­ken­kas­se da­für ge­win­nen. Oft fin­det sich dort, wo ein Wil­le ist, auch ein Weg.“

Fo­to: Micha­el Grün­del

Fahr­rad­strei­fen auf dem Na­tru­per-Tor-Wall: Vie­le Rad­fah­rer füh­len sich nicht si­cher, wenn sie auf den Os­na­brü­cker Haupt­stra­ßen un­ter­wegs sind.

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