Vik­to­ri­as Auf­bau­ar­beit wird be­lohnt

GMHüt­tes Fuß­bal­ler set­zen nach Lan­des­li­ga­auf­stieg auf be­währ­tes Kon­zept – Do­des­hei­de hat „für die nächs­te Sai­son ein neu­es Ziel“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

Am Frei­tag das Herz­schlag­fi­na­le in der Fuß­ball-Be­zirks­li­ga, am Sams­tag die of­fi­zi­el­le Sai­son­ab­schluss­fei­er von Vik­to­ria GMHüt­te – da wid­me­te Frank Reth­mann den strah­len­den Sonn­tag erst mal ganz der Fa­mi­lie. Die kom­me an den Wo­che­n­en­den wäh­rend der Sai­son manch­mal zu kurz, ge­stand der Trai­ner, der nach der Som­mer­pau­se mit der Vik­to­ria in der Lan­des­li­ga an­tritt.

Nach­wir­kun­gen zeig­ten die Fei­er­lich­kei­ten bei Reth­mann am Sonn­tag nicht mehr. Zeit zum Re­ge­ne­rie­ren bräuch­ten „die Jungs wahr­schein­lich mehr als ich“, ver­mu­te­te der Coach. „Die Jungs ha­ben zu Recht ge­fei­ert. Als Trai­ner und im Al­ter ge­nießt man das et­was stil­ler“, sag­te der 46-Jäh­ri­ge. Seit 2012 führt er an der Sei­ten­li­nie in GMHüt­te die Re­gie. Pas­send da­zu ist für Reth­mann auch der Auf­stieg „ein Pro­dukt meh­re­rer Jah­re“, in de­nen im­mer wie­der Spie­ler aus dem ei­ge­nen Nach­wuchs ein­ge­baut wur­den. „Un­ge­fähr die Hälf­te des Ka­ders“stam­me in­zwi­schen aus dem ei­ge­nen Un­ter­bau, sagt der Trai­ner nicht oh­ne Stolz.

Die­ser Tat­sa­che ist auch ge­schul­det, dass es für die Vik­to­ria in den Vor­jah­ren nicht für ganz oben reich­te. Geg­ner wa­ren zu do­mi­nant (TuS Ber­sen­brück 2014/15) oder hat­ten (VfR Vox­trup 2015/16) früh­zei­tig ei­nen deut­li­chen Vor­sprung, weil die Kon­kur­renz – auch aus GMHüt­te – nicht kon­stant ge­nug auf­trat. In die­ser Sai­son ha­be die Vik­to­ria von ih­rer Er­fah­rung aus den ver­gan­ge­nen Für nach ei­nem hei­ßen Sai­son­fi­na­le sorg­te GMHüt­tes An­dré Buss­mann (links) bei sei­nen Mit­spie­lern.

Spiel­zei­ten pro­fi­tiert. „Am En­de sind es Klei­nig­kei­ten“, sagt Reth­mann nach dem span­nen­den Sai­son­fi­na­le, in dem sei­ne Ki­cker nach frü­hem Rück­stand

ge­gen den TSV Wal­len­horst die Ner­ven be­hiel­ten und nach dem 3:2-Sieg die Sai­son vor dem SSC Do­des­hei­de und BW Hol­la­ge ab­schlos­sen.

Die Lan­des­li­ga wird für GMHüt­te zur sport­li­chen Her­aus­for­de­rung. „Wir müs­sen uns mög­lichst schnell an das Ni­veau, das Tem­po und die Zwei­kampf­füh­rung ge­wöh­nen“, sagt Reth­mann. Vom bis­he­ri­gen Kon­zept will die Vik­to­ria al­ler­dings nicht ab­wei­chen, son­dern auf die vor­han­de­nen Kräf­te und ihr wei­te­res Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al set­zen. Hin­zu kom­men er­neut Ver­stär­kun­gen aus der ei­ge­nen Ju­gend. Punk­tu­ell soll es er­fah­re­ne Er­gän­zun­gen ge­ben. So ist Jef­frey We­ber (aus Lüstrin­gen) ein „Wunsch­kan­di­dat“, um den An­griff zu be­le­ben. Wei­te­re Per­so­na­li­en könn­ten sich in der kom­men­den Wo­che klä­ren, kündigt Reth­mann an.

Dann wird beim SSC Do­des­hei­de, der am Frei­tag­abend durch das 4:4 beim SC Türk­gücü das Nach­se­hen im Ti­tel­ren­nen hat­te, die Trau­er über die ver­pass­te Chan­ce noch wei­ter ver­flo­gen sein. „Am Frei­tag war das noch zu spü­ren, aber wir ha­ben am Sams­tag den Sai­son­ab­schluss ge­fei­ert. Die Jungs freu­en sich auch über den zwei­ten Platz“, sagt SSC-Trai­ner Alex­an­der Heinz.

„Al­les ist wie­der gut, und so ha­ben wir für die nächs­te Sai­son schon ein neu­es Ziel“, ist der Trai­ner des Ta­bel­len­zwei­ten selbst­be­wusst. In den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren ha­be sich sein Team, das im Som­mer vor­aus­sicht­lich kei­nen gro­ßen Um­bruch ver­kraf­ten muss, von Sai­son zu Sai­son ver­bes­sert. Das sei auch für die kom­men­de Spiel­zeit, die am 26. Ju­ni mit dem Trai­nings­auf­takt ein­ge­lei­tet wird, wie­der das Ziel, lau­tet Heinz’ An­sa­ge an die Kon­kur­renz.

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