Ar­tis­tik und Dres­sur auf Welt­ni­veau

Zir­kus Charles Knie gibt kur­zes Gast­spiel in Os­na­brück – Heu­te noch ei­ne Vor­stel­lung

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück - Von Ro­bert Schä­fer

Am spä­ten Sams­tag­nach­mit­tag hat der Zir­kus Charles Knie in sei­nem gro­ßen Zir­kus­zelt an der Hal­le Gart­la­ge Pre­mie­re ge­fei­ert. Der Spit­zen­zir­kus gibt dort ein kur­zes Gast­spiel, das be­reits heu­te en­det.

OS­NA­BRÜCK. In der Ma­ne­ge prä­sen­tiert der Zir­kus Pro­gramm­punk­te auf ho­hem Ni­veau: Vie­le der Ar­tis­ten, Domp­teu­re und Darstel­ler ha­ben mit ih­ren Dar­bie­tun­gen Prei­se auf den größ­ten Zir­kus­fes­ti­vals der Welt er­hal­ten.

Zu ih­nen ge­hört bei­spiels­wei­se Marek Ja­ma. Ja­ma wur­de beim „In­ter­na­tio­na­len Cir­cus­fes­ti­val von Mon­te Car­lo 2017“für sei­ne viel­fäl­ti­gen Tier­dres­su­ren aus­ge­zeich­net. Be­son­ders sei­ne Ar­beit mit un­ter­schied­li­chen Pfer­de­ras­sen vom klei­nen Po­ny bis hin zu statt­li­chen Frie­sen und ra­san­ten Ara­bern wuss­te zu über­zeu­gen.

Für Stau­nen sorg­ten gleich zu An­fang die La­mas. Wer hät­te ge­dacht, dass die süd­ame­ri­ka­ni­schen Tie­re so hoch sprin­gen kön­nen? Be­weg­lich­keits­wun­der Ce­sar Pin­do aus Ecua­dor kann nicht nur sei­ne Glied­ma­ßen mehr als je­der nor­ma­le Mensch ver­ren­ken, er passt auch in ei­ne win­zi­ge Kis­te. Für Ar­tis­tik der Ex­t­ra­klas­se ist die Grup­pe Wul­bers be­kannt. Am Tra­pez un­ter der Zir­kus­kup­pel schwin­gen und flie­gen die Ita­lie­ner schein­bar schwe­re­los durch die Luft. Da darf na­tür­lich auch der Klas­si­ker schlecht­hin nicht feh­len: Den drei­fa­chen Sal­to mor­ta­le prä­sen­tier­te die Grup­pe feh­ler­frei.

Be­son­ders stolz ist der Zir­kus Charles Knie auf sei­ne vie­len Tie­re. Ka­me­le, Dro­me­da­re, Pfer­de und an­de­re Vier­bei­ner sind die Stars in der Ma­ne­ge. Da­zu zeigt der Zir­kus vie­le Exo­ten, die sonst eher sel­ten in Zir­kus­sen an­zu­tref­fen sind, wie Ze­bras oder ver­schie­de­ne afri­ka­ni­sche Rin­der­ar­ten. Aber auch nor­ma­le Haus­tie­re wie Zie­gen­bock Wolf­gang be­ka­men ih­ren ver­dien­ten Ap­plaus. Und selbst Lauf­en­ten kön­nen sehr ge­leh­rig sein. Al­ler­dings ge­fällt die in frü­he­ren Jahr­zehn­ten selbst­ver­ständ­li­che Hal­tung von Tie­ren im Zir­kus heu­te längst nicht mehr je­dem. So de­mons­trier­ten vor dem Zelt An­hän­ger der Tier­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Pe­ta ge­gen den Zir­kus.

Ge­ra­de bei den klei­nen Zir­kus­fans ist Clown Hen­ry be­liebt. Mit sei­nen Frei­wil­li­gen aus dem Pu­bli­kum hat­te der aus Ve­ne­zue­la stam­men­de Ma­ne­gen­ko­mi­ker viel Spaß. Da wer­den dann auch schon mal statt­li­che Os­na­brü­cker Män­ner dres­siert…

Ei­ne Be­son­der­heit bei Charles Knie ist die Live­mu­sik, mit der die Num­mern un­ter­legt wer­den. Als ei­ner der letz­ten Zir­kus­se setzt Knie wei­ter auf ei­ne ei­ge­ne Zir­kus­ka­pel­le und ech­ten Ge­sang.

Live­mu­sik und Show­tän­ze­rin­nen ge­hö­ren beim Zir­kus Charles Knie da­zu. Fotos: El­vi­ra Par­ton

Ce­sar Pin­do ver­bie­gen. aus Ecua­dor kann sei­nen Kör­per un­glaub­lich

Als nicht mehr zeit­ge­mäß emp­fin­den vie­le sol­che Dres­sur­num­mern. Gro­ßen Ap­plaus gab es da­für trotz­dem.

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