Mit Mo­peds un­ter­wegs

1. Ha­le­ner-Wer­sener-Mo­fa-Club tourt von Ha­len nach Met­tin­gen und zu­rück

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

Zur Him­mel­fahrts­tour tra­fen sich neun Mo­fa­fah­rer des 1. Ha­le­n­erWer­sener-Mo­fa-Clubs, be­such­ten ei­ne Eis­die­le in Met­tin­gen und lie­ßen den Tag beim Gril­len in Ha­len aus­klin­gen.

Ih­ren An­fang ge­nom­men hat­te die Mo­fa-Ge­schich­te auf dem Wer­sener Weih­nachts­markt, be­rich­tet Mat­thi­as Reh­bock beim Fo­to­ter­min. Nach­dem die Sol­da­ten­ka­me­rad­schaft (SK) ih­re Bu­de auf­ge­ge­ben hat­te, wur­de Reh­bock von der In­ter­es­sen­ge­mein­schaft Wer­sen ge­fragt, ob er sie nicht als Fisch- oder Kar­tof­fel­puf­fer­bu­de über­neh­men möch­te. Da er schon Er­fah­run­gen auf dem Weih­nachts­markt mit dem Ha­le­ner Kin­der­gar­ten in der Fisch­bu­de ge­sam­melt und Kontakte zu den El­tern hat­te, frag­te er im Be­kann­ten­kreis nach und hat­te ganz schnell ein star­kes Team hin­ter sich, so­dass ei­ner pro­blem­lo­sen Über­ga­be mit dem Vor­sit­zen­den der SK, Wal­ter Ot­tens, nichts mehr im We­ge stand.

„Da mich persönlich das The­ma ,Mo­fa-Er­in­ne­run­gen an die Ju­gend­zeit‘ in­ter­es­sier­te und ich mit dem Schrau­ber­dok­tor To­ni Lopes Mar­ques in en­gem Kon­takt stand und wir da­zu auch noch ei­nen neu­en Bu­den­na­men be­nö­tig­ten, kam uns die Idee des Club-Na­mens“, er­zählt Reh­bock, der zu­sam­men mit Gui­do Krie­ger Tou­ren or­ga­ni­siert. Ab­ge­kürzt wird der Club jetzt „1. Ha-We-Mo-Club“ge­nannt. Auf dem Weih­nachts­markt 2015 spra­chen sie Freun­de und Be­kann­te an und fan­den wei­te­re Mo­fa-In­ter­es­sier­te.

Im März des fol­gen­den Jah­res un­ter­nah­men dann schon zehn Män­ner die ers­te ge­mein­sa­me Aus­fahrt mit al­ten, aber funk­ti­ons­tüch­ti­gen Mo­fas zum por­tu­gie­si­schen Club in Os­na­brück-Schö­ler­berg. „Hö­he­punkt des Jah­res 2016 war im Ju­li si­cher­lich die aben­teu­er­li­che Fahrt zum Düm­mer, aber an­schlie­ßend wuss­ten al­le Teil­neh­mer wie­der die Vor­zü­ge von wei­chen und ge­fe­der­ten Au­to­sit­zen zu schät­zen“, lacht Reh­bock.

Der Ha-We-Mo-Club ist kein ein­ge­tra­ge­ner Verein. Je­der Teil­neh­mer ist durch sei­ne Mo­fa-Haft­pflicht­ver­si­che­rung selbst ver­si­chert. Rol­ler, Mo­kicks und gro­ße Mo­tor­rä­der sind nicht zu­ge­las­sen. Mit­ma­chen kön­ne je­der Mann, der ein Mo­fa fah­ren dür­fe (15 Jah­re mit Prüf­be­schei­ni­gung) und Lust auf ge­sel­li­ge Run­den mit Sch­na­cken und Klö­nen ha­be. „Je­der Mann!“, be­to­nen die Mo­fa­fah­rer. Beim Ab­schluss­gril­len durf­ten aber auch die Frau­en da­bei sein.

Der Spaß­fak­tor ist ga­ran­tiert, das stel­len die Mo­fa-Ro­cker gleich beim Fo­to­ter­min un­ter Be­weis. Da sie er­heb­lich frü­her am Treff­punkt sind als ver­ab­re­det, dräng­te sich die Fra­ge auf, ob die Ma­schi­nen fri­siert sei­en. „Die Ma­schi­nen nicht, aber wir sind frisch fri­siert“, be­haup­tet ei­ner des Män­ner­clubs.

Es gibt kei­nen Teil­nah­me­zwang. Der jüngs­te Teil­neh­mer ist 19 Jah­re alt, der äl­tes­te 58. Mitt­ler­wei­le ge­hö­ren 15 Mit­glie­der mit ei­ge­nen Mo­fas zum Club. Das äl­tes­te Mo­fa fährt Vi­ze-Prä­si­dent Ed­dy Früh­auf, ei­ne Puch Ma­xi S aus dem Jah­re 1973. „Helm­pflicht und auf­fal­len­de Ge­mein­schafts­be­klei­dung sind Gr­und­vor­aus­set­zung, da­mit wir si­cher von A nach B kom­men“, be­tont Reh­bock.

„Bei tech­ni­schen Pro­ble­men rund um die teil­wei­se 40 Jah­re al­ten klei­nen Ma­schi­nen tau­schen wir uns aus und hal­ten in ei­ner Whats­ap­pG­rup­pe Kon­takt“, in­for­miert Reh­bock. Die Tref­fen fän­den in un­re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den an Wo­che­n­en­den oder Fei­er­ta­gen statt. Im Mo­fa-frei­en Win­ter fin­den sich die Club­mit­glie­der zum Be­such im por­tu­gie­si­schen Club in Os­na­brück ein.

Die ver­schie­dens­ten Be­rufs­grup­pen sind ver­tre­ten. So­gar ein Po­li­zei­be­am­ter ist da­bei. Die meis­ten Teil­neh­mer kom­men aus der Ge­mein­de Lot­te, aber auch Mo­fa­fah­rer aus Wal­len­horst ge­hö­ren da­zu. Ste­phan Send­ner aus Ha­len ist ganz frisch da­bei an die­sem Va­ter­tag. „Den ha­ben wir heu­te Mor­gen vom Rad aufs Mo­fa ge­holt“, ver­rät Ed­dy.

Der Hö­he­punkt die­ses Jahr soll im Ju­li ei­ne Fahrt zum Furs­ten Fo­rest in Fürs­ten­au sein. Ein Be­gleit­fahr­zeug wird da­bei sein, falls mal ei­ne Ma­schi­ne ver­sa­gen soll­te oder der Mo­fa-Dok­tor nicht mehr hel­fen kann – was sel­ten vor­kommt. Wer In­ter­es­se hat oder noch mehr wis­sen möch­te, be­kommt Ant­wor­ten von Mat­thi­as Re­bock un­ter Tel.: 01 51/11 24 13 82.

Frisch fri­siert geht es on Tour nach Met­tin­gen. Fo­to: Er­na Berg

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