Al­le Zie­le sind er­reicht

Ra­dulf Beu­le­ke seit 25 Jah­ren Vor­sit­zen­der der Frei­licht­spie­le

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Region -

TECK­LEN­BURG. Ein­deu­tig: Ra­dulf Beu­le­ke hat sei­ne Zie­le er­reicht, die er sich vor 25 Jah­ren ge­steckt hat. Am 24. Mai 1992 wur­de er zum Vor­sit­zen­den der Frei­licht­spie­le ge­wählt. Die­sen Ju­bi­lä­ums­tag wird er wohl so be­ge­hen wie je­den an­de­ren Tag, wenn die Mu­si­cal-Sai­son be­gon­nen hat: auf und hin­ter der Büh­ne, denn dort lau­fen die Pro­ben auf Hoch­tou­ren – ak­tu­ell für „Sh­rek“.

Vor 25 Jah­ren, da war es zum Bei­spiel ein Groß­pro­jekt, das er um­ge­setzt wis­sen woll­te: die Über­da­chung des Zu­schau­er­raums. Die ist ihm ge­lun­gen. Und auch das ehr­gei­zi­ge Ziel, die Büh­ne „noch mehr in den Blick­win­kel des In­ter­es­ses zu rü­cken“, hat Beu­le ver­wirk­licht. Die mitt­ler­wei­le pro­fes­sio­nel­len Mu­si­cal­pro­duk­tio­nen ge­hö­ren heu­te zu den bes­ten, wer­den mit Aus­zeich­nun­gen über­häuft und

lo­cken die Be­su­cher von weit her an. „Wir sind Deutsch­lands Vor­zei­ge-Mu­si­cal­büh­ne ge­wor­den“, sag­te der In­ten­dant.

Vor 25 Jah­ren im Interview an­ge­kün­digt und eben­falls in die Tat um­ge­setzt: Er woll­te die Kin­der­stü­cke um­schrei­ben,

an ih­rer Be­ar­bei­tung für die Büh­ne be­tei­ligt sein. „Ich will auch in den nächs­ten Spiel­zei­ten da­für sor­gen, dass es ei­ge­ne, un­ver­wech­sel­ba­re Teck­len­bur­ger Mär­chen-Pro­duk­tio­nen gibt.“Wer sich in die­ser Sai­son „Ala­din“an­schaut, weiß: Auch die­ses Ziel ist er­reicht. Die Tex­te der Kin­der- und Fa­mi­li­en­mu­si­cals stam­men aus sei­ner Fe­der.

Mit Mär­chen hat die Büh­nen-Kar­rie­re von Ra­dulf Beu­le­ke auch be­gon­nen. Das war 1977, als er durch Be­kann­te ani­miert wur­de, doch ein­fach mal zu kom­men. Noch im glei­chen Jahr spiel­te er mit bei den „Bre­mer Stadt­mu­si­kan­ten“. Und schon hat­te ihn das Thea­ter-Fie­ber ge­packt.

Rol­len über­nimmt der heu­te 71-Jäh­ri­ge nicht mehr. „Or­ga­ni­sie­ren und Spie­len ist kaum mit­ein­an­der zu ver­ei­nen“, wuss­te er be­reits vor 25 Jah­ren. Das gilt heu­te um so mehr. Bei ei­nem Etat von 2,9 Mil­lio­nen Eu­ro, vier Haupt­und 40 Sai­son­kräf­ten so­wie 40 und mehr Darstel­lern pro Stück ist das Or­ga­ni­sie­ren ein Full­time-Job. Und den füllt Ra­dulf Beu­le­ke mit gro­ßem En­ga­ge­ment aus.

Fo­to: Kat­ha­ri­na Stupp

Seit 25 Jah­ren Vor­sit­zen­der und im­mer noch im Thea­ter­fie­ber: Ra­dulf Beu­le­ke.

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