Pro­ben­auf­takt der Osnabrücker Spiel­trie­be mit sie­ben Urauf­füh­run­gen

Für das Fes­ti­val­mot­to „Macht*Spiel*Ge­schlecht“wur­den neue Spiel­or­te ge­fun­den – Pres­se­kon­fe­renz in der Alex Ska­te­hall

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur Regional - Von Chris­ti­ne Adam Kar­ten und In­fos über www.thea­ter-os­nabru­eck.de

Spiel­trie­be, das über­re­gio­nal be­kann­te Osnabrücker Fes­ti­val für zeit­ge­nös­si­sches Thea­ter, setzt mit sie­ben Urauf­füh­run­gen, zwei deutsch­spra­chi­gen Erst­auf­füh­run­gen und drei wei­te­ren Stü­cken „sei­ne Er­folgs­ge­schich­te“fort, so In­ten­dant Ralf Wald­schmidt bei ei­ner Pres­se­kon­fe­renz in der Alex Ska­te­hall im Ha­se­park.

Vor­ge­stellt wur­den die jun­gen Re­gie­teams und die Stü­cke in ih­rer Be­zie­hung auf neue Fes­ti­val­spiel­or­te wie die Ska­te­hal­le. Denn die sieb­te Aus­ga­be des Fes­ti­vals vom 1. bis 3. Sep­tem­ber be­wegt sich auf fünf Rou­ten durch die Stadt. „Va­le­rie So­la­nas, Prä­si­den­tin von Ame­ri­ka!“von Sa­ra Strids­berg er­fährt im Thea­ter am Dom­hof sei­ne deutsch­spra­chi­ge Erst­auf­füh­rung. Va­le­rie So­la­nas, ame­ri­ka­ni­sche Fe­mi­nis­tin und Au­to­rin, schaut dar­in auf ihr dem Kampf um Frau­en­rech­te ge­wid­me­tes Le­ben zu­rück. Denn die „Spiel­trie­be“be­fra­gen mit „Macht*Spiel*Ge­schlecht“das Spek­trum der Ge­schlech­ter, ih­rer sich wan­deln­den Rol­len und Kon­struk­te in un­se­rer Ge­sell­schaft.

Neu als Spiel­ort ist ein Hör­saal der Hoch­schu­le im Are­al der frü­he­ren von St­ein-Ka­ser­ne. Dort wird das Re­cher­che­pro­jekt „I am a bird now“ur­auf­ge­führt, das den All­tag ei­ner Trans­gen­der­per­son in Osnabrück be­fragt. Im Em­ma-Thea­ter folgt das Mut­ter-Toch­ter-Dra­ma „Und dann kam Mir­na“. Mit Mir­nas Mut­ter lie­fe­re Si­byl­le Berg ein „scho­nungs­lo­ses Por­trät“ih­rer Ge­ne­ra­ti­on, so Dra­ma­turg Sven Klei­ne.

Auf der Rou­te grün steu­ert das Kin­der- und Ju­gend­thea­ter „Os­kar“„Die klei­ne Meer­jung­frau“über ei­ne Ni­xe zwi­schen den Wel­ten bei. Wie kann man der sein, der man ist?, fragt das Kol­lek­tiv Eins un­ter an­de­rem von Ste­fan Horn­bach mit „Die Zau­be­rin von Oz“, in der es un­ter an­de­rem um Se­xis­mus geht.

Die Rou­te pink star­tet mit ei­ner Cho­reo­gra­fie der ehe­ma­li­gen Osnabrücker Tän­ze­rin Vas­na Agui­lar im Kunst­raum „Ha­se 29“. „En­coun­ter/Be­geg­nung“meint die Be­geg­nung mit dem öf­fent­li­chen Raum. Mit „Girls li­ke that“von Evan Pla­cey be­gibt sich die Rou­te in die Ska­te­hal­le und in die Hack­ord­nung ei­ner Mäd­chen­schu­le, die durch das Nackt­fo­to ei­ner Mit­schü­le­rin auf­ge­mischt wird. Lie­bes­ly­risch wird es dann mit „Sta­ging lo­ve“und der Fra­ge „Macht Spra­che Ge­schlecht?“in der Ver­eins­hal­le ei­nes Schüt­zen­bun­des .

Die Rou­te rot führt in ei­ne eins­ti­ge „Ihr-Platz“-Fi­lia­le und zeigt „Diens­tags bei Kauf­land“von Ema­nu­el­le Dar­ley. Er­zählt wird von al­tem Va­ter, trans­se­xu­el­ler Toch­ter und den Re­ak­tio­nen der Öf­fent­lich­keit auf sie. Das Re­cher­che­pro­jekt „Ins Blaue“be­leuch­tet an­hand von weib­li­chen Le­bens­zeug­nis­sen aus Osnabrück, was Kunst sich zer­set­zen­den Ge­sell­schafts­dy­na­mi­ken ent­ge­gen­hal­ten kann.

Die Rou­te blau ent­führt mit „Die Frau­en von Ste­pford“in das Ge­dan­ken­spiel, wie es ist, wenn Män­ner Frau­en nach ih­ren Vor­stel­lun­gen for­men. Mit der Vi­tischan­ze und der Mu­sik­thea­ter-In­stal­la­ti­on „Das Haupt der Me­du­sa“schließ­lich be­tre­ten die Zu­schau­er ei­ne klin­gen­de Aus­stel­lung,

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