Fröh­lich im Fernsehen früh­stü­cken

Mo­de­ra­to­rin Lu­fen be­kommt neue Show – „Din­ner Par­ty“ab 31. Mai auf Sat.1

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Medien / Fernsehen - Von Mar­cel Ka­wen­tel

In die­sem Jahr wird das „Sat1-Früh­stücks­fern­se­hen“30 Jah­re alt, und Mar­le­ne Lu­fen ist seit 20 Jah­ren da­bei. Nun be­kommt sie mit „Din­ner Par­ty – Mar­le­ne lädt zum Talk“ei­ne ei­ge­ne Show – mit­ten in der Nacht. Mit un­se­rer Re­dak­ti­on sprach sie über per­ma­nen­ten Jet­lag und ihr ver­meint­lich bla­ma­bles Cas­ting.

OSNABRÜCK. Sie ist ei­nes der Ge­sich­ter des „Sat1-Früh­stücks­fern­se­hens“, das sich mit über vier Sen­de­stun­den auch im 30. Jahr noch putz­mun­ter zeigt. Mar­le­ne Lu­fen stieß vor 20 Jah­ren da­zu und blieb dem Früh­stücks­fern­se­hen treu. Doch ur­sprüng­lich dach­te sie, Schrei­ben sei ih­re Zu­kunft, wie die 46-jäh­ri­ge im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on er­zählt. „Ich ha­be ne­ben dem Stu­di­um (Pu­bli­zis­tik und Spa­nisch) für ein Ber­li­ner Sze­ne­ma­ga­zin Ar­ti­kel ge­schrie­ben“, so Lu­fen. „Beim Vor­stel­lungs­ge­spräch für ein Fern­seh­prak­ti­kum in der Nach­rich­ten­re­dak­ti­on des US-Sen­ders ABC weiß ich noch genau, wie ich durch die­ses ty­pisch ame­ri­ka­ni­sche Groß­raum­bü­ro ge­lau­fen bin. Ich hat­te Herz­klop­fen und wuss­te: Genau so was möch­te ich ma­chen!“

Ul­rich Mey­er war ei­ner ih­rer frü­hen För­de­rer, als er bei der Sat1-Sen­dung „Ak­te“ei­nen Vo­lon­ta­ri­ats­platz für sie ein­rich­ten woll­te. Doch dann kam das An­ge­bot vom Früh­stücks­fern­se­hen. „Ich hat­te noch nie mo­de­riert. Ich weiß noch, dass ich auf dem Rück­weg

ge­heult ha­be, weil ich dach­te, ich hät­te mich to­tal bla­miert“, sagt Mar­le­ne Lu­fen über ihr Cas­ting. Noch am Abend rief sie der Re­dak­ti­ons­lei­ter und Lu­fens Men­tor Bernd Das­sel an. Lu­fen er­in­nert sich: „Er sag­te: ‚Wir ha­ben al­le ge­se­hen, dass du noch nie vor der Ka­me­ra ge­stan­den hast, aber wir ha­ben auch ge­se­hen, dass du es kön­nen wirst.‘ Ich dach­te ei­gent­lich, ich bin noch nicht so weit. Aber ich durf­te da­mals al­le Feh­ler ma­chen, und die auch mehr­mals. Et­was Bes­se­res kann man sich nicht wün­schen als Be­rufs­an­fän­ger.“

Seit 1997 – mit ei­ner Un­ter­bre­chung – mo­de­riert sie im

Wech­sel mit Kol­le­gen live das Mun­ter­ma­cher-TV, das sich in der lan­gen Zeit ver­än­dert hat. „Die Sen­dung heu­te hat nur noch we­nig mit der von da­mals zu tun“, so Lu­fen. „Das Schö­ne am Früh­stücks­fern­se­hen ist, dass es sich im­mer wie­der neu er­fin­det und Neu­es aus­pro­biert. Mir macht das im­mer noch ei­nen Rie­sen­spaß – ob­wohl ich um drei Uhr mor­gens auf­ste­hen muss!“

Trotz des per­ma­nen­ten Jet­lags, wie die zwei­fa­che Mut­ter es nennt, mo­de­riert Lu­fen nun noch den SpätTalk „Din­ner Par­ty“. „Ein gro­ßes Ge­schenk“ist die Show für Mar­le­ne Lu­fen,

denn Talk zu ma­chen wünscht sie sich schon seit ei­ni­gen Jah­ren. „Mich in­ter­es­sie­ren Men­schen und ih­re Ge­schich­ten mehr als al­les an­de­re.“

In ge­müt­li­chem Loft-Am­bi­en­te, ver­kös­tigt von Pro­fi­koch An­dré Vor­den­bäu­men, plau­dert sie bei „Din­ner Par­ty“mit Gäs­ten wie Pau­la Lam­bert über ak­tu­el­le ge­sell­schaft­li­che The­men, aber auch „Men­schen aus der Mit­te der Ge­sell­schaft“sol­len zu Wort kom­men, wie es bei Sat1 heißt – ein Prin­zip, das auch ty­pisch für das Früh­stücks­fern­se­hen ist. „Geht es et­wa um so­zia­le Un­ge­rech­tig­keit, las­sen wir eher die

Kas­sie­re­rin und den Fi­li­al­lei­ter zu Wort kom­men als ei­nen Po­li­ti­ker“, so Lu­fen. Ne­ben dem jour­na­lis­ti­schen Auf­trag sieht Lu­fen das Früh­stücks­fern­se­hen als mor­gend­li­chen Stim­mungs­auf­hel­ler: „Die Zu­schau­er sol­len über al­les in­for­miert sein, was man wis­sen muss an die­sem Mor­gen. Und sie sol­len min­des­ten ein­mal ge­lacht ha­ben, be­vor sie zur Ar­beit fah­ren oder ih­rer Haus­ar­beit nach­ge­hen.“

Fo­to: Sat1/Wil­li We­ber

Im­mer früh auf­ste­hen: Mar­le­ne Lu­fen ge­hört zu den Ge­sich­tern des Sat1-Früh­stücks­fern­se­hens und be­kommt mit „Din­ner Par­ty“nun ih­re ei­ge­ne Show.

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