Acel­ga Quin­tett bril­liert

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur -

Die Be­set­zung ist der Ge­gen­ent­wurf zum Streich­quar­tett: Flö­te, Oboe, Kla­ri­net­te, Horn und Fa­gott ha­ben sehr ver­schie­de­ne cha­rak­te­ris­ti­sche Klang­far­ben, und dar­in be­steht auch der Reiz. Im 1929 kom­po­nier­ten Quin­tett op. 10 von Pa­vel Haas fin­det sich im zwei­ten Satz ei­ne Stel­le mit kraft­vol­lem Horn­so­lo zur mas­siv ge­setz­ten Be­glei­tung der üb­ri­gen In­stru­men­te. Die­se Stel­le soll man dem Acel­ga Quin­tett klang­lich erst mal nach­ma­chen. Wun­der­bar spie­len sie auch den hu­mor­vol­len drit­ten Satz aus.

Sehr at­trak­tiv klingt auch die Auf­nah­me des nur we­ni­ge Jah­re zu­vor ent­stan­de­nen Quin­tetts „Mla­di“, Ju­gend, von Haas’ Leh­rer Leoš Janácek, bei dem die Be­set­zung reiz­voll um ei­ne Bass­kla­ri­net­te er­wei­tert wird. Be­son­ders der zwei­te Satz ist in sei­ner klang­li­chen Aus­ge­gli­chen­heit mus­ter­gül­tig und wun­der­bar ru­hig ge­spielt.

Das drit­te Werk ist ein 1909 ent­stan­de­nes Quin­tett von Jo­sef Bo­hus­lav Fo­ers­ter, und schließ­lich gibt es noch ein kur­zes Stück von Alex­an­der Zem­lins­ky. Be­wun­dernd muss man fest­stel­len, dass die­se böh­mi­schen Blä­ser­wer­ke aus­neh­mend schö­ne und viel­sei­ti­ge Mu­sik ent­hal­ten. Bei Fo­ers­ter könn­te man sich fast vor­stel­len, dass sich so auch ein Blä­ser­quin­tett von Dvor­ák an­hö­ren müss­te, wenn es denn eins gä­be.

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