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Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Das Düs­sel­dor­fer Blatt kom­men­tiert das Ver­hält­nis An­ge­la Mer­kels zu Do­nald Trump: „Die klamm­heim­li­che Hoff­nung, der neue US­Prä­si­dent wer­de im Amt wach­sen, hat Mer­kel vor­erst be­gra­ben. Da­für ist der Po­pu­list ein­fach zu un­be­re­chen­bar. Es wä­re je­doch ver­früht, die mehr als 70 Jah­re al­te trans­at­lan­ti­sche Al­li­anz schon ab­zu­schrei­ben, nur weil im Wei­ßen Haus in den nächs­ten vier Jah­ren ein Pol­ter­geist sitzt. Das Ver­hält­nis Eu­ro­pas zu den USA hat schon an­de­re Tief­punk­te über­stan­den. Man er­in­ne­re sich nur an die po­li­ti­sche Eis­zeit wäh­rend des Irak-Kriegs 2003. Trump ist nicht Ame­ri­ka.“ Zu den Ver­stim­mun­gen zwi­schen Eu­ro­pa und den USA heißt es hier: „Die Eu­ro­pä­er [. . .] wer­den nicht um­hin­kom­men, mehr Ver­ant­wor­tung für sich selbst und die Welt zu über­neh­men. Das be­deu­tet im We­sent­li­chen drei­er­lei: Sie müs­sen die li­be­ra­le, west­li­che Ord­nung ge­gen in­ne­re und äu­ße­re Fein­de ver­tei­di­gen. Sie müs­sen die Ver­bind­lich­keit in­ter­na­tio­na­len Rechts und in­ter­na­tio­na­ler Ver­trä­ge si­cher­stel­len, et­wa mit Blick auf den Pa­ri­ser Welt-Kli­ma­ver­trag. Vor al­lem aber müs­sen sie die Eu­ro­päi­sche Uni­on (EU) kon­so­li­die­ren und sich zu­gleich mit ge­mein­sa­men Ver­tei­di­gungs­fä­hig­kei­ten aus­stat­ten, die sie un­ab­hän­gi­ger von den USA ma­chen.“ Die Zei­tung merkt zum Wi­der­stand Face­books ge­gen Maas’ Ge­set­zes­plä­ne an: „Als Wirt­schafts­be­trieb mit Ge­win­nen in Mil­li­ar­den­hö­he ist Face­book nicht nur sehr wohl mit­ver­ant­wort­lich da­für, was auf sei­ner Platt­form ge­schieht, son­dern auch ganz lo­cker in der La­ge, et­was da­ge­gen zu tun. Mil­li­ar­den schef­feln ist gut, aber die Drecks­ar­beit sol­len bit­te dann doch die an­de­ren ma­chen – die­ses Spiel muss ein En­de ha­ben. Der Staat muss dem Be­trei­ber ei­nes Netz­wer­kes zu­min­dest auf­er­le­gen kön­nen, sei­ne Nut­zungs­be­din­gun­gen so zu fas­sen, dass sie dem gel­ten­den Recht des Lan­des ent­spre­chen und straf­ba­re Hand­lun­gen sank­tio­niert wer­den kön­nen. Die­ser Schritt ist längst fäl­lig.“

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