Das Ems­land ist elek­tri­siert vorm Fi­na­le zu Hau­se

Re­le­ga­ti­on zur 3. Li­ga: Mep­pen emp­fängt Mann­heim – Trai­ner Neid­hart: Re­gi­on lechzt nach sol­chen Spie­len

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

Von Uli Men­trup

Auf­stieg oder wei­ter Re­gio­nal­li­ga? Die­se Ent­schei­dung fällt für die Fuß­bal­ler des SV Mep­pen an die­sem Mitt­woch (19 Uhr) im zwei­ten Re­le­ga­ti­ons­spiel ge­gen den SV Wald­hof Mann­heim. Das Ems­land ist längst elek­tri­siert, die Hänsch-Are­na rest­los aus­ver­kauft.

Die rest­li­chen 5800 Kar­ten im öf­fent­li­chen Vor­ver­kauf wa­ren trotz ei­nes def­ti­gen Top­spiel­zu­schlags bin­nen fünf St­un­den aus­ver­kauft. „Un­glaub­lich“fand das Ge­schäfts­stel­len­lei­ter Da­ni­el Ei­ken, der meh­re­re Jah­re beim VfL Os­na­brück be­schäf­tigt war. So schnell wa­ren nicht ein­mal die Ti­ckets beim DFBPo­kal­spiel ge­gen den 1. FC Köln vor zwei Jah­ren ver­grif­fen. Nur in die­sen bei­den Par­ti­en sind in die­sem Jahr­tau­send die Ta­ges­kas­sen ge­schlos­sen (ge­blie­ben). Das war auch im Ok­to­ber 1999 beim Po­kal-Hit ge­gen Bay­ern Mün­chen der Fall, als das Sta­di­on noch 16 500 Be­su­cher fass­te. Nach ei­ner Neu­be­rech­nung sind es nur noch 13 815.

„Die Re­gi­on lechzt nach sol­chen Spie­len“, weiß Trai­ner Chris­ti­an Neid­hart, der von der Un­ter­stüt­zung von rund 2000 Fans in Mann­heim be­geis­tert war. In der Häns­chA­re­na baut der SVM auf sei­ne An­hän­ger und die gu­te Stim­mung. Von der Hit­ze in der „Höl­le von Mann­heim“geht es in den Mep­pe­ner „He­xen­kes­sel“. „Wir ha­ben un­ser Fi­na­le zu Hau­se“, ist der 48-Jäh­ri­ge, der von 1988 bis 1992 in 67 Spie­len für den VfL Os­na­brück zehn To­re er­ziel­te, er­leich­tert nach dem 0:0. Denn bis Mann­heims Ke­vin Nenn­hu­ber in der Schluss­pha­se we­gen die Ro­te Kar­te er­hielt, spiel­te Mep­pen 35 Mi­nu­ten in Un­ter­zahl, kas­sier­te kei­nen Tref­fer, schoss aber auch kein Aus­wärts­tor. „Das ein­zi­ge Man­ko“, sagt Neid­hart.

Der SVM-Trai­ner weiß aber auch, dass das 0:0 ein trü­ge­ri­sches Re­sul­tat ist: „Wenn Mann­heim ein Tor schießt, müs­sen wir schon zwei ma­chen.“Die Qua­li­tät des ehe­ma­li­gen Erst­li­gis­ten (1983 bis 1990) hat er ge­se­hen – und ge­nau so er­war­tet. Die Mep­pe­ner müs­sen erst ein­mal auf der ei­ge­nen Bau­stel­le ar­bei­ten. Ka­pi­tän Mar­tin Wa­gner ist nach Gelb-Rot im Hin­spiel ge­sperrt. Au­ßer dem ver­letz­ten Tor­jä­ger Ben­ja­min Girth fehlt auch der Spiel­ma­cher.

Klar ist, dass der SV Mep­pen, der sich mit dem Auf­tritt in Mann­heim Re­spekt ver­schafft hat, ge­win­nen muss, wenn er in die 3. Li­ga will. Da­bei setzt Neid­hart auf die Heim­stär­ke (14 Sie­ge, zwei Re­mis, ei­ne Nie­der­la­ge), den Wil­len und die Qua­li­tät sei­ner Elf. Dass Mann­heim in sie­ben Ver­su­chen noch nie im Ems­land ge­won­nen hat, in­ter­es­siert ihn da­ge­gen gar nicht. Denn wich­tig ist nur, dass die Zah­len am Mitt­woch beim Ab­pfiff stim­men. Die gro­ße öf­fent­li­che Büh­ne bleibt dem SVM da­bei vor­ent­hal­ten: Nach­dem das Hin­spiel li­ve im SWR und NDR im TV ge­zeigt wur­de, über­trägt der NDR die wich­tigs­te Par­tie des SV Mep­pen in den letz­ten Jah­ren nur als Li­vestream im In­ter­net.

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