Wei­ter Al­ko­hol­ver­bot in der süd­li­chen In­nen­stadt

Rats­ent­schei­dung ge­gen die Stim­men von UWG und Pi­ra­ten – Si­tua­ti­on hat sich durch Dau­er­prä­senz ent­spannt

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Das Al­ko­hol­ver­bot in der süd­li­chen In­nen­stadt bleibt. Das hat der Rat in sei­ner letz­ten Sit­zung vor der Som­mer­pau­se ge­gen die Stim­men von UWG und Pi­ra­ten be­schlos­sen.

Die Er­fah­run­gen zeig­ten, so die Ver­wal­tungs­vor­la­ge, dass die Dau­er­prä­senz in Ver­bin­dung mit dem Al­ko­hol­ver­bot ei­ne Ent­span­nung der Si­tua­ti­on be­wirkt hat. Die Per­so­nen­grup­pen hal­ten sich dem­nach nur noch tem­po­rär im Be­reich auf, Ver­stö­ße ge­gen die Ver­ord­nung sind nur in mi­ni­ma­lem Um­fang fest­stell­bar. Die al­ko­hol­be­ding­ten Fehl­ver­hal­ten sei­en na­he­zu auf null zu­rück­ge­gan­gen. Das den Per­so­nen­grup­pen zu­zu­rech­nen­de Auf­kom­men an Straf­ta­ten ist dem­nach eben­falls merk­lich zu­rück­ge­gan­gen. Die Per­so­nen­grup­pen, von de­nen die­se Stö­run­gen aus­gin­gen, hal­ten sich nicht mehr am Salz­markt auf. Die an­ge­nom­me­ne Ver­drän­gung der Per­so­nen­grup­pen ha­be statt­ge­fun­den. Au­ßer­dem ge­be die früh­zei­ti­ge Ver­län­ge­rung der Stel­len den Mit­ar­bei­tern ein gro­ßes Maß an Pla­nungs­si­cher­heit.

Ge­nau die­ses Er­geb­nis stieß bei Wulf-Sig­mar Mier­ke von der UWG auf Wi­der­stand. Er sprach sich ge­gen die Ver­län­ge­rung des Al­ko­hol­ver­bots bis zum 31. De­zem­ber 2019 und auch ge­gen die eben­falls mit der Ver­wal­tungs­vor­la­ge ein­ge­brach­te Ver­län­ge­rung der für die Durch­set­zung des Al­ko­hol­ver­bots und die Über­wa­chung der Dro­gen- und Al­ko­hol­sze­ne ge­schaf­fe­nen zwei Stel­len im Ord­nungs­au­ßen­dienst der Stadt . „Wir ha­ben uns schon da­mals da­ge­gen aus­ge­spro­chen, weil wir ei­ne Ver­drän­gung der Sze­ne be­fürch­tet ha­ben“, er­in­ner­te Mier­ke an den ers­ten Be­schluss im Som­mer 2015, nach­dem sich An­woh­ner und Ge­schäfts­leu­te an der Jo­han­nis­stra­ße mit ei­nem Hil­fe­er­su­chen an Ver­wal­tung und Po­li­tik ge­wandt hat­ten. „Heu­te kön­nen wir am Raiff­ei­sen­platz se­hen, dass un­se­re Be­fürch­tun­gen rich­tig wa­ren“, so Mier­ke wei­ter.

Mier­ke for­der­te die Ver­wal­tung auf, an­de­re Maß­nah­men zu er­grei­fen, um die Sze­ne in den Griff zu be­kom­men. Die Ver­wal­tung hat­te schon wäh­rend der Be­ra­tung des The­mas im Aus­schuss für Feu­er­wehr und Ord­nung an­ge­führt, dass sich das Vor­ge­hen in der süd­li­chen In­nen­stadt be­währt ha­be. „So­bald wir nicht prä­sent sind, kehrt die Sze­ne zu­rück“, hat­te sei­ner­zeit Jür­gen Wiet­häu­per, Fach­dienst­lei­ter Ord­nung, ins Feld ge­führt.

Ent­spre­chend wünsch­te sich die Ver­wal­tung denn von der Po­li­tik auch ei­ne Fort­schrei­bung des Al­ko­hol­ver­bots oh­ne Be­fris­tung und da­mit ein­her­ge­hend die Um­wand­lung der be­fris­te­ten Stel­len der zwei ei­gens im Zu­ge der Salz­markt­pro­ble­ma­tik ein­ge­stell­ten Mit­ar­bei­ter in Voll­zeit-Plan­stel­len.

Bis auf UWG und Pi­ra­ten wa­ren sich die Frak­tio­nen über den Er­folg der Maß­nah­men am Salz­markt ei­nig und spra­chen sich für ei­ne Fort­set­zung des Al­ko­hol­ver­bots aus.

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