Stra­ßen sol­len um­be­nannt wer­den

Os­na­brück will NS-Ver­gan­gen­heit aus dem Stadt­bild til­gen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Nach fünf­jäh­ri­ger Vor­ge­schich­te packt die Stadt Os­na­brück die Um­be­nen­nung von drei Stra­ßen an, die an Ver­tre­ter des NS-Re­gimes er­in­nern. Ein­stim­mig be­schloss der Rat den Start des Ver­fah­rens je­doch nicht, die Frak­tio­nen konn­ten sich nicht über das Pro­ze­de­re ei­ni­gen.

Fünf Jah­re ist es her, dass die Stadt im Auf­trag des Rats al­le Stra­ßen­na­men nä­her un­ter die Lu­pe ge­nom­men hat. Drei Na­mens­ge­ber ha­ben nach An­sicht des Ar­beits­krei­ses Er­in­ne­rungs­kul­tur ei­ne NS-Ver­gan­gen­heit: Gies­bert Ber­ger­hoff (At­ter), Carl Diem (Wüs­te) und Hein­rich Rö­per (Schö­ler­berg). 282 An­lie­ger sind be­trof­fen, wenn ih­re Stra­ßen neue Na­men be­kom­men. Sie wer­den un­ter an­de­rem neue Per­so­nal­aus­wei­se, Päs­se und Fahr­zeug­schei­ne be­an­tra­gen müs­sen.

Der Vor­schlag der Ver­wal­tung sieht un­ter an­de­rem In­fo­ver­an­stal­tun­gen für sie vor, im Kul­tur­aus­schuss im Fe­bru­ar ei­nig­ten sich die Frak­tio­nen dar­auf, au­ßer­dem die Bür­ger­fo­ren bei der Na­mens­su­che ein­zu­bin­den.

Die An­woh­ner des Hein­rich-Rö­per-Wegs hat­ten per Un­ter­schrif­ten­lis­te da­für plä­diert, dass sie in­ten­si­ver be­tei­ligt wer­den. CDU/BOB stell­ten dar­auf den An­trag, noch vor der Er­öff­nung des Ver­fah­rens mit den An­woh­nern zu spre­chen. Sebastian Bra­cke (Grü­ne) zeig­te sich ir­ri­tiert: „Jetzt le­gen Sie ei­nen An­trag vor, der in­fra­ge stellt, ob das Ver­fah­ren über­haupt er­öff­net wird“, so Bra­cke.

Der CDU/BOB-Vor­schlag, für den auch Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Grie­sert (CDU) stimm­te, wur­de knapp ab­ge­lehnt. Für den Vor­schlag der Ver­wal­tung stimm­ten die Ver­tre­ter von Grü­nen, SPD, Lin­ken, UWG, FDP und der OB; CDU/BOB stimm­ten da­ge­gen.

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