Nicht nur „knal­len und bal­lern“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur -

Kraft­klub ha­ben sich lo­cker ge­macht. Mit ih­rem Cross-over aus In­diePoprock und Sprech­ge­sang sind sie zur deutsch­lan­dweit be­kann­ten Haus­num­mer ge­wor­den: Num­mer­eins-Al­ben, Aus­zeich­nung, Kon­zer­te und Auf­trit­te bei den größ­ten Fes­ti­vals.

Am Frei­tag, 2. Ju­ni, kommt nun das drit­te Al­bum „Kei­ne Nacht für Nie­mand“her­aus. Die Ar­beit dar­an ha­be sich frei­er an­ge­fühlt als bei den bis­he­ri­gen Al­ben, sagt Sän­ger Fe­lix Brum­mer. So soll­ten die Songs der Band bis da­hin in ers­ter Li­nie li­ve bei Kon­zer­ten funk­tio­nie­ren, er­zählt er. „Es soll­te im­mer knal­len und bal­lern.“

„Kei­ne Nacht für Nie­mand“knallt und bal­lert erst mal in ty­pi­scher Kraft­klub-Ma­nier los. „Band mit K“, hat den Sound, der die Band be­kannt ge­macht hat: schnel­ler In­die-Rock und ein selbst­iro­ni­scher, wit­zi­ger Text. Nach der ge­wohn­ten Kost zum Ein­stieg wer­den die Rhyth­men zum Teil spür­bar ge­mäch­li­cher. Die Songs bie­ten Ein­schlä­ge von Funk, Syn­thie­Pop, Hard­rock. Viel­sei­ti­ger ist die Mu­sik ge­wor­den.

In­halt­lich gibt es Hym­nen ge­gen die Welt­sicht der Wut­bür­ger („Fens­ter“), wer­den von Dro­gen ver­ne­bel­te Par­ty­gän­ger aufs Korn ge­nom­men („Che­mie Che­mie Ya“) oder das Le­ben in den Müh­len der Ar­beits­welt be­sun­gen („Skla­ve“). Es geht um un­glück­li­che Lie­be („Fan von dir“) und die ei­ge­ne Scheiß­egal-At­ti­tü­de („Ve­nus“). Kraft­klub wir­ken et­was ge­reif­ter, nicht ganz mehr so roh und rot­zig wie zu­vor.

Kraft­klub: „Kei­ne Nacht für Nie­mand“; Ver­ti­go Ber­lin

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.